Kebab-Läden waren in der Krise gefragt wie nie

Meistgesucht in der Corona-Krise in Wien: Kebab.
Meistgesucht in der Corona-Krise in Wien: Kebab.Kurt Molzer / picturedesk.com
Exklusiv: Erstmals liegen in Österreich Daten vor, wonach die Wiener in der Corona-Krise auf Google gesucht haben. Ganz vorne: Kebab und Frühstück.

Es ist eine Premiere: Auswertungen von Google Maps, die "Heute" exklusiv vorliegen, zeigen erstmals, wie die Corona-Pandemie Wien beim Essen, bei der Mobilität und bei den Interessen verändert hat. Die Auswertungen zeigen, nach welchen Verkehrsmitteln Nutzerinnen und Nutzer bei der Routenplanung von März bis Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besonders häufig gesucht haben, nach welchen Speisen, wann sie Lokale besucht hatten und wie sich sich fortbewegten.

1Mobilität

In Österreich ist in den Wochen 36 bis 46 im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr das Interesse an Routen für öffentliche Verkehrsmittel um 14 Prozent gesunken - während das Interesse an Radrouten um 29 Prozent gestiegen ist. Durchschnittlich hatten User 12 Prozent weniger Interesse an Fußgängerrouten. Bei Auto-Routen wurde nur ein kleiner Anstieg von 2 Prozent verzeichnet.

In Wien ist im selben Zeitraum das Interesse an Routen für öffentliche Verkehrsmittel nur um 10 Prozent gesunken. Auch in Wien haben sich die Menschen während der Pandemie für sichere Solo-Transportmittel entschieden - das Interesse an Fahrradrouten ist um 36 Prozent gestiegen. Das Interesse an Fußgängerrouten ist auch in der Hauptstadt gesunken - um 18 Prozent.

Beobachtet man das Interesse an verschiedenen Routen im Jahr 2020 von Monat zu Monat, fällt auf, dass mit dem ersten Lockdown von März auf April ein Anstieg im Interesse an Fahrradrouten vs. einem deutlichen Abfall in Bezug auf öffentliche Verkehrsmittel österreichweit zu beobachten war. Dasselbe Muster ließ sich auch in Wien beobachten.

Leere U-Bahnen an den Weihnachtsfeiertagen in Wien.
Leere U-Bahnen an den Weihnachtsfeiertagen in Wien.Leserreporter

2Essen und Kulinarik

In der Regel wurden Lokale freitags und samstags als am beschäftigsten wahrgenommen - die höchste Auslastung dabei am Freitag um 19 Uhr. An Freitagen und Mittwochen um 11 Uhr vormittags wurde hingegen die geringste Auslastung wahrgenommen. Kaffeehäuser waren in den letzten Monaten Samstag vormittags von 10-12 Uhr sowie nachmittags um 16 Uhr am stärksten ausgelastet. Die geringste Auslastung verzeichneten Kaffeehäuser Montag nachmittags um 16 Uhr.

Supermärkte waren ebenso Samstag vormittags am stärksten ausgelastet, vor allem um 10 Uhr, gefolgt von Freitag Vormittag um 10 und an Freitag Nachmittagen um 15 Uhr. Die geringste Auslastung verzeichneten die Supermärkte an Mittwoch Nachmittagen um 14 Uhr. 

Während der Pandemie war das Interesse an "Kebab" zum Mitnehmen in Österreich von März bis Oktober auf Platz 1, gefolgt von Frühstückslokalen. Das Interesse an Steak und Ramen - Speisen, die typischerweise eher im Lokal gegessen werden - ist hingegen gesunken.

Corona-Verlierer? Das Interesse an Steak nahm stark ab.
Corona-Verlierer? Das Interesse an Steak nahm stark ab.iStock

3Freizeit

Parks waren in Österreich am Samstag um 16 Uhr am meisten ausgelastet sowie freitags um die gleiche Uhrzeit. Apotheken waren in der Regel freitags am stärksten ausgelastet, vor allem vormittags um 10 Uhr und 11 Uhr. Die geringste Auslastung gab es samstags sowie an den Mittwochen - jeweils um 8 Uhr morgens. In Wien trendete bei Außenaktivitäten zudem vor allem das Interesse an Parks und Naturgebieten.

Die Rangliste der interessantesten und meistgesuchten Orte: Kahlenberg, Lainzer Tiergarten, Türkenschanzpark und der Augarten Wien.

Blick über Wien vom Kahlenberg: Er ist einer der Hotspots in der Corona-Pandemie.
Blick über Wien vom Kahlenberg: Er ist einer der Hotspots in der Corona-Pandemie.picturedesk.com
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