Kein Anti-Gewalttraining, weil er kein Deutsch kann

Xhemajl M. misshandelte seine Frau, wurde verurteilt, musste als Gerichtsauflage ein Anti-Gewalttraining und eine Psychotherapie machen. Nur: Der seit gut 10 Jahren in NÖ lebende Mann kann kaum Deutsch.
Kein Deutsch – kein Gewalttraining, das sind die traurig-knappen Fakten rund um den mutmaßlichen Killer Xhemajl M. (36). Der bullige Mazedonier war Ende 2017 neben sechs Monaten bedingter Haft wegen fortgesetzter Gewaltausübung gegen seine Ehefrau („Heute" berichtete) auch zu einem Anti-Gewaltraining sowie einer Psychotherapie verdonnert worden.

Der gläubige Mazedonier konnte beide gerichtlichen Auflagen (vom Landesgericht Sankt Pölten; Verhandlung vom 23. Mai 2017) allerdings nicht oder nur ganz wenig erfüllen. Der Grund: mangelnde Kenntnis der deutschen Sprache.

Gläubiger Moslem

Xhemajl M. war vor über zehn Jahren nach Österreich gekommen, hatte zwei Kinder (6, 10), arbeitete als Fassadenputzer, ging öfters in die Moschee, verzockte viel Geld im Casino. Der Mazedonier stammt aus einer ordentlichen, gläubigen Familie, sein Vater war erst in Mekka. Die Spielsucht führte auch immer wieder zu Streit zwischen ihm und Gattin Zhemire (32). Erst am Anfang Jänner hatte er sie bedroht und ein Betretungsverbot erhalten. Sie wollte ihn offenbar endgültig in die Wüste schicken – ihr Todesurteil.

Wie viel Zorn und Aggression in Xhemajl „Xhemo" M. steckt, untermauert der gestrige Obuktionsbefund: Als die 32-Jährige ihn am Parkplatz abblitzen hatte lassen, rammte er ihr einen Dolch elf Mal in den Oberkörper, einmal davon in den Kopf. Die beiden Kinder (Anm.: der ältere spielt Fussball im Verein, das jüngere Kind ist schwer krank) sind bei Verwandten. (Lie)

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