Der Doppel-Spezialist bereitet sich auf die Australian Open vor, doch die Teilnahme wackelt. Denn Marach hat sich im Training verletzt, wegen der Quarantäne durfte ihn kein Arzt behandeln.
"Es ist am dritten Trainingstag der Quarantäne passiert. Mir ist mir plötzlich wie aus dem Nichts ein Schmerz im Kreuz eingefahren", berichtet der Steirer in der Kleinen Zeitung. Aufgrund der strengen Corona-Regeln müssen alle Tennis-Profis vor den Australian Open eine Quarantäne absitzen.
Ärztliche Hilfe war daher unmöglich: "Ich bin in einem der drei Quarantäne-Hotels untergebracht, doch in unserem Hotel ist kein Physiotherapeut der ATP. Da gibt's nur eine Frau, die aufgrund der strengen Corona-Maßnahmen nur 15 Minuten am Tag zu mir ins Zimmer darf. Ihre Behandlung ist nicht mehr als ein bisschen Handauflegen und bringt gar nichts. Jetzt bin ich bereits seit sieben Tagen unbehandelt und nehme starke Medikamente."
Marach darf erst nach seiner Quarantäne zu einem Doktor, bis Samstag muss der 40-Jährige noch durchhalten. Der Tennis-Star ist angefressen: "Es ist sowieso ein Wahnsinn: Wir sind in den 14 Tagen 14 Mal getestet worden. Sieben Mal durch die Nase und sieben Mal ein Spucktest. Ich frage mich, was das bringen soll. Außerdem wurde ich in den 14 Tagen nicht einmal über ein Ergebnis informiert. Hier funktioniert leider vieles nicht, wie es sollte."
"Hätte ich gewusst, wie kompliziert das hier alles ist, wäre ich nicht hierher geflogen. Ich brauche das alles nicht im Spätherbst meiner Karriere", erklärt Marach.