Kein gutes Jahr bis dato für Elfriede M. aus Wr. Neustadt: Nach dem Schock der Gasrechnung samt Nachzahlung in der Höhe von 3.150 € im Februar („Heute“ berichtete), sehnte die schmerzgeplagte 84-Jährige jetzt nur noch die Knieoperation auf der Orthopädie im Landeskrankenhaus Neunkirchen herbei.
Die Rentnerin war am Dienstag getestet worden und fertig für die Aufnahme und den Eingriff, da kam 18 Stunden vor der Operation der Anruf: „Wir haben leider kein Bett frei.“
Dem Sohn platzte nun der Kragen: „Seit über 1,5 Jahre wartet meine Mutti auf ein neues Kniegelenk, war bei drei Voruntersuchungen, wurde immer nur vertröstet. Sie ist jetzt fix und fertig. Man will sie offenbar mit Schmerztabletten ins Grab begleiten.“
"Man will Mutti offenbar mit Schmerztabletten ins Grab begleiten" - so der Sohn der 84-Jährigen
Der Sohn und die Enkerl trösten nun die 84-Jährige, die nun auch Probleme mit dem linken Knie befürchtet. „Weil dieses jetzt permanent stark belastet wird. Meine Mutter plagt sich derzeit von Tag zu Tag. Unser Gesundheitssystem ist ein Witz, dabei wurde alles zusammengelegt, alles angeblich besser und schneller. Die Wahrheit ist jedoch ganz anders“, erklärt der Wr. Neustädter. "Die Coronazahlen sinken stark, ich kann diese Corona-Begründungen nicht mehr hören", schießt der Sohn nach.
Laut Landesgesundheitsagentur sei die Verschiebung auf die Coronasituation zurückzuführen, man bedauere natürlich die Umstände.