Seit Ende letzter Woche laboriert ein Beamter aus NÖ und Wien (hat zwei Wohnsitze) an einer Rippenfellentzündung und Bronchitis. Sonntag fieberte der End-Vierziger auf 40,2 Grad hinauf.
"Mir ging es hundeelend. Ich dachte, das wars mit mir. Also rief ich mal 1450 an", berichtet der Staatsdiener. Ein Mitarbeiter der Hotline debattierte mit dem Kranken eine halbe Stunde über Corona. "Ich sagte ihm, dass ich negativ sei. Nach rund 30 Minuten Diskussion rief er die Rettung", so der Beamte weiter.
Die Rettung samt Notarzt kam prompt, machte ein EKG, Lungenfunktionstest etc. vor Ort in Wien. "Die Burschen waren echt nett und sehr schnell da" so der Beamte. Aber der Rettungssanitäter stellte "lediglich" eine Körpertemperatur von knapp 39 fest. "Unser Fiebermesser ist genauer", so der Sani in Richtung des Beamten.
"Ich hatte echt Sorge um meine Gesundheit, wollte trotz Corona eigentlich ins Spital, was für mich wirklich besonders ist. Doch man sagte mir, dass ich kein Fall fürs Krankenhaus sei. Man versicherte mir nur, dass einer vom Ärztenotdienst in den nächsten Stunden vorbeikäme", berichtet der Staatsdiener weiter. Nach drei bis vier Stunden kam ein Arzt, stellte eine schwere Bronchitis fest, verschrieb Medikamente.
"Der Wahnsinn ist, dass wir seit einem Jahr eigentlich ein Triage-System haben. Alles dreht sich nur um Corona, sonst empfehle ich, am besten nicht krank zu werden", so der Beamte abschließend.