Kein Entkommen für flüchtige Motorrad-Raser

Bild: LPD Salzburg
In einem Höllentempo jagten sie der Polizei davon und brachten andere Menschen Gefahr: Jetzt konnte einer der Biker geschnappt werden.
Tagelang jagte die Salzburger Polizei zwei flüchtigen Rasern hinterher, jetzt konnte einer der Biker ausgeforscht werden.

Zwei Biker waren am Sonntag, dem 18. Juni, bei Lend (Bezirk Zell am See) einer Zivilstreife aufgefallen, als sie gegen 15 Uhr mit offensichtlich weit überhöhter Geschwindigkeit und einem Höllenlärm vorbeirauschten.

Die Polizisten, selbst ebenfalls mit Zweirädern ausgerüstet, nahmen sofort die Verfolgung auf. Wie die Videoaufnahmen der wilden Jagd zeigten, waren die beiden Biker mit 152 Stundenkilometer auf der Landstraße unterwegs gewesen – und brachten mit ihrer Wahnsinnsfahrt andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr!

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Statt anzuhalten, Biker rasten davon

Trotz Sperrlinie und Gegenverkehr überholten sie andere Fahrzeuge mit einem Affenzahn. Als die Motorradpolizist aufgeschlossen hatten, machten sie den beiden Benzinbrüdern schließlich mittels Blaulicht, Folgetonhorn und Handzeichen klar, dass sie zu stoppen hätten.

Die beiden Biker bremsten vorerst kurz ab, gaben dann aber wieder Gas und rasten mit den hochmotorisierten Fahrzeugen (mehr als 190 PS) Richtung Schwarzach davon. Dabei überholten sie laufend trotz Gegenverkehr und vor unübersichtlichen Kurven.

Um unbeteiligte Verkehrsteilnehmer durch die rücksichtslose Fahrweise der beiden Flüchtigen nicht zu gefährden, wurde die Verfolgung abgebrochen. Eine erste Anfrage im zentralen Kennzeichenregister nach den Zulassungsbesitzern verlief allerdings negativ.

Kennzeichen war manipuliert

Doch die Beamten ließen nicht locker: Nach umfangreichen Ermittlungen mit Unterstützung durch die örtlich zuständige Polizeiinspektion in Oberösterreich, konnte jetzt einer der beiden Motorradlenker ausgeforscht werden.

Der Mann hatte sein Kennzeichen verfälscht, indem er den Buchstaben "I" zu einem "L" verändert hatte. Am Kennzeichen waren noch Spuren der Manipulation zu finden. Bei einer Einvernahme zeigte sich der Raser geständig.

Die Kennzeichentafel wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft sichergestellt. Der 29 Jahre alte

Oberösterreicher wird wegen des Kennzeichens wegen Urkundenfälschung an die Staatsanwaltschaft und wegen einer langen Liste an Verkehrsübertretungen (Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überholen bei Gegenverkehr, Missachtung der Sperrlinie, Nichtbefolgen von Anhaltezeichen usw.) an die BH St. Johann im Pongau angezeigt.

(red)

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