Österreich

Kein Geld für Friseur: "Barber Angels" schneiden gratis

Immer mehr Menschen können sich den Luxus eines Coiffeur-Besuchs nicht mehr leisten. Für sie greifen Haar-Profis nun kostenlos zu Shampoo und Schere.

Sandra Kartik
Die "Barber Angels" greifen für armutsbteroffene Menschen kostenlos zur Schere.
Die "Barber Angels" greifen für armutsbteroffene Menschen kostenlos zur Schere.
Barber Angels

Die Teuerungswelle ist für viele eine haarige Angelegenheit – das Geld reicht nicht mehr aus, um zum Friseur zu gehen. Für die "Barber Angels" ein Grund, hier ihren Kopf hinzuhalten. Der Coiffeur-Club, der in ganz Österreich etwa 50 Mitglieder hat, pflegt und verschönert armutsbetroffene und wohnungslosen Menschen, die sich das nicht leisten können.

"Augen und Scheren nicht vor Armut verschließen"

An ihrem freien Sonntag laden die engagierten Friseurinnen und Friseure zum kostenlosen Schneiden und Waschen. Vergangene Woche trafen sich acht der karitativen Haar-Profis in Frastanz (Vbg.), um dort Menschen in Not gratis zu verschönern. Neben Frisuren wurden auch Bärte der männlichen Besucher in Fasson gebracht.

"Wir möchten den Leuten zeigen, dass sie der Gesellschaft nicht egal sind", sagt Michael Ritter, Vorstand der "Barber Angels", der auch vor Ort arbeitete. "Wir versuchen mit unserer Arbeit ein bisschen Selbstwert zurückzugeben."

Der Andrang war sehr groß, war auch Coiffeurin Rebecca Felder aus dem Ländle überrascht. Die dankbaren Kunden erzählen dabei aus ihrem harten Leben, es sind "Schicksalsschläge, die jeden von uns treffen könnten", sagt sie. Die "Schneideengel", wie sich sich selbst nennen, wollen nicht ihre "Augen und Scheren vor der allgegenwärtigen Armut vor unserer Haustüre verschließen." Die nächsten Gratis-Aktionen in anderen Teilen Österreichs sind bereits in Planung.

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