Sie schuftete 40 Jahre im Einzelhandel, bis Christine A. (Name geändert) erkrankte. "Ich wurde als Filialleiterin entsorgt, weil ich ein Burnout hatte", erzählt die Niederösterreicherin in "Heute" traurig. Seither kämpft die Tierfreundin, um über die Runden zu kommen. Ihre gesundheitliche und wirtschaftliche Situation haben sich inzwischen deutlich verschlechtert.
"Ich würde sehr gerne wieder arbeiten, aber es ist mir leider nicht mehr möglich." Neben einer Depression und Angststörung hat die 55-Jährige auch massive körperliche Probleme wie Diabetes, Schulter- und Knie-Schmerzen. "Ich habe außerdem einen Tremor. Wenn ich mich irgendwo vorstellen gehe, kommt das leider nicht gut an." Seit ihrer Kündigung bekommt Christine A. abwechselnd Geld vom AMS oder von der Krankenkassa. Ihr Status ist unklar, denn sie hat noch keinen Pensionsanspruch, in ihrem Beruf kann sie aber auch nicht mehr arbeiten.
"Ich lebe von etwa 1.200 Euro im Monat. Davon muss ich alleine 800 Euro an die Bank zurückzahlen. Die Kosten für Strom und Holz sind zudem extrem gestiegen. Ich kann mir mein Leben nicht mehr leisten", ist sie verzweifelt. Die Tierfreundin, die einen kleinen Bauernhof im Weinviertel, im Bezirk Mistelbach (NÖ) betreibt, lebt schon seit Jahren sehr bescheiden. Dennoch kommt sie finanziell nicht mehr über die Runden.
"Die Bank geht mit der hohen Monatsrate für meinen Sanierungskredit leider keinen Schritt zurück. Ich weiß nicht, wie ich alles bezahlen soll." Nachbarn wollen der Niederösterreicherin nun helfen, Holz in der Umgebung zu sammeln, um nicht im Kalten sitzen zu müssen. Jede Holzspende ist derzeit willkommen, freut sich die Alleinlebende über Unterstützung.