Er spricht vielen Reisenden aus der Seele, die seit Monaten auf ihr Geld warten: Rechtsanwalt Thomas Fraiß freute sich im vorigen Sommer auf Urlaub in Portugal.
Doch sein Flug von Wien nach Lissabon wurde wegen der Pandemie ohne Vorwarnung storniert. Der Steirer mit Kanzlei in der Wiener City verlangte 350 Euro Flugkosten zurück. Denn: „Man muss sich nicht mit einem Gutschein zufrieden geben“, informiert er andere Betroffene über die rechtliche Situation.
Bis zum heutigen Tag hat die portugiesische Fluglinie TAP keinen Cent an Fraiß überwiesen. Unbeantwortete Mails und Anrufe ließen Fraiß nun dagegen vorgehen: „Ich habe die Airline geklagt, gewonnen und nun ein Urteil in der Hand.“ Weil selbst das nicht half, geht der Jurist nun einen Schritt weiter. „Ich stelle einen Exekutionsantrag und lasse ein Flugzeug pfänden“.
Ein Gerichtsvollzieher soll demnächst den Kuckuck auf TAP-Maschine kleben. "Als Passagier hat man Rechte, dafür kämpfe ich", wehrt sich Fraiß. Auf "Heute"-Anfrage war die Fluglinie TAP bis Redaktionsschluss nicht erreichbar.