Kein Impf-Termin per Telefon für Wiener Seniorenpaar

Johann (87) und Erna K. (81) wurden am Telefon bei 1450 abgewiesen.
Johann (87) und Erna K. (81) wurden am Telefon bei 1450 abgewiesen.Denise Auer
Dreimal versuchte Johann K. (87), sich und seine Frau Erna (81) bei 1450 für eine Corona-Impfung anzumelden. Doch der Pensionist wurde abgewiesen.

Johann K. (87) hat schon mehrere Herzinfarkte und Venen-Thrombosen hinter sich. Kein Wunder also, dass sich der Pensionist und Risikopatient – er lebt mit seiner Frau Erna (81) in Alsergrund – so rasch wie möglich für eine Corona-Impfung anmelden wollte.

Da der 87-Jährige weder einen Computer bzw. Internet-Zugang noch ein Smartphone besitzt, wollte er die Anmeldung Anfang März telefonisch (mit seinem Tastenhandy aus dem Jahr 2003, Anm.) erledigen – und scheiterte gleich dreimal: "Beim ersten Mal sagte man mir, dass es heute nicht geht, weil die Lehrer dran sind. Auch beim zweiten und dritten Mal hieß es, das System ist überfordert oder zusammengebrochen, es ist nicht möglich. Ich soll es online über die Homepage machen", erzählt Johann K., der bei den Anrufen zwischen 30 und 93 Minuten in der Warteschleife hing.

Anmeldung per Telefon grundsätzlich möglich

Verzweifelt wandte sich der Wiener an "Heute" . Auf Nachfrage erklärt ein Sprecher von Gesundheits-Stadtrat Peter Hacker (SPÖ): "Natürlich ist eine Anmeldung per Telefon für eine Impfung möglich. Wir werden uns die Sache ansehen." Und siehe da: Bereits kurze Zeit später wurde das Ehepaar per SMS über einen Akut-Impftermin heute, Freitag, im Impfservice TownTown am Thomas-Klestil-Platz (Landstraße) mit dem Pfizer-Vakzin benachrichtigt: "Gott sei Dank, wir kommen endlich dran. Wir sind zwar überrascht, aber auch unglaublich erleichtert", ist Johann K. glücklich.

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