Am 7. Jänner 2021 kam Nicolas auf die Welt, Mama Lydia K. (alle Namen geändert) beantragte sofort das Kinderbetreuungsgeld: "Weil mein Mann Serbe ist, wurden dauernd neue Dokumente von mir verlangt", sagt die 25-Jährige. So erfolgte die März-Zahlung – rund 400 Euro – erst im April. Kurz darauf stellte Lydia K. zusätzlich einen Antrag auf Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld, auch hier gab es Verzögerungen: "Ich bekam kurzfristig einen Job und zog den Beihilfeantrag wieder zurück. Es blieb aber auch das Kinderbetreuungsgeld aus. Ich konnte meinem Sohn nicht einmal mehr Milchpulver kaufen."
"Heute" fragte bei der Österreichischen Gesundheitskasse nach: "Die Kundin hat den Antrag auf Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld erst am 10. Mai zurückgezogen. Damit konnte der Fall abgeschlossen und die Nachzahlung des Kinderbetreuungsgelds für April angewiesen werden", erklärt eine Sprecherin.