Zeugungsunfähig: Politiker will Luchs jetzt austauschen

Weil sich kein Nachwuchs einstellt, soll nun der Luchs ausgetauscht werden.
Weil sich kein Nachwuchs einstellt, soll nun der Luchs ausgetauscht werden.iStock/Symbolfoto
Weil es im Nationalpark Kalkalpen nicht ausreichend Luchs-Nachwuchs gibt, überlegt man nun sogar eine Austausch des "Leit"-Luchs.

Es will und will einfach nicht klappen. In der Region Kalkalpen gibt es aktuell sechs Luchse (drei männliche und drei weibliche). Nachwuchs will sich aber schon seit längerer Zeit nicht einstellen bzw. sterben die Jungtiere sehr schnell. Nun scheint man den Grund gefunden zu haben. 

Das dominante Männchen "Lakota“ ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zeugungsfähig , deshalb sind die Zukunftsaussichten für die Luchse im Nationalpark Kalkalpen düster. Die Tiere drohen auszusterben.

Doch LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) hat nun gemeinsam mit Experten einen Plan entwickelt.  "Durch die Erarbeitung und Umsetzung eines dreistufigen Luchs-Plans für das südliche Oberösterreich soll es uns gelingen, eine dauerhafte bestandsfeste Luchspopulation im Bereich des Nationalparks Kalkalpen zu etablieren“, so Haimbuchner.

Das ist der Dreistufenplan

-> Zeitnaher Austausch des dominanten zeugungsunfähigen Tieresmit einem zeugungsfähigen Männchen, um die Zeugungsfähigkeit wiederherzustellen und um einen notwendigen Genmix garantieren zu können.

-> Im Falle, dass sich in den nächsten Jahren dennoch kein Nachwuchs einstellt: Zusatzbesatz in Oberösterreich mit weiteren weiblichen Tieren.

-> Bundesländerübergreifende Koordinierung zur Erreichung des langfristigen Zieles: Etablierung einer selbsterhaltungsfähigen Population von 20 bis 30 Tieren.

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Luchse sind Aushängeschild

„Die Luchse im Umfeld des Nationalparks Kalkalpen sind ein Aushängeschild für die Artenvielfalt in unserem Land. Ein Verschwinden dieser Population kommt für mich als Naturschutzreferent nicht in Frage. Wir brauchen auch das Einvernehmen mit den Verantwortlichen der benachbarten Bundesländer Niederösterreich und Steiermark, der lokalen Bevölkerung und der Jägerschaft. Dazu werden bereits intensive Gespräche geführt", so Haimbuchner.

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