Polizei kam in Wien vorbei

Kein Platz zum Trainieren: Artistin hängt auf Brücke ab

Eine Zirkusakrobatin aus der Ukraine fand in Wien keine passende Halle, in der sie trainieren kann – also übte sie draußen und zog Blicke auf sich.
Christian Tomsits
26.01.2025, 21:36
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Vor dem Krieg aus der ukrainischen Stadt Kharkiv geflüchtet, wagt Artistin Liudmyla Ryzhkova (34) in Wien aktuell einen atemberaubenden Spagat. "Weil es hier keine acht Meter hohe Halle gibt, die für mich leistbar ist, habe ich einfach auf der Donaustadtbrücke geübt", gibt die mutige Sportskanone gegenüber "Heute" zu.

Die waghalsige Aktion im Video

Das drahtige Muskelpaket seilte sich mit ihrem Vertikaltuch von der Brücke ab, ließ sich beim Trainieren und Abhängen filmen. "Dabei kam auch schon öfters die Polizei vorbei", berichtet sie. Nach der Erklärung der Aktion zogen die Beamten jedoch immer wieder folgenlos ab – auf eigenes Risiko ist dieser waghalsige Stunt zwar ungewöhnlich, aber erlaubt.

Nur Wind und Wetter – können einem im Winter einen Strich durch die Rechnung machen. "Wenn es zu windig ist, geht das Trainieren nicht", so Rythkova, die erklärt: "In der Ukraine bin ich gewohnt, dass man so trainiert – viele Akrobaten machen das auch für coole Videos", erklärte die gelenkige Künstlerin gegenüber "Heute".

Casting könnte Traum wahr werden lassen

In ihrer langen Karriere, die schon in jungen Jahren mit Rhythmischer Sportgymnastik begann, stand die Artistin als Vertikaltuch-Performerin schon für namhafte Zirkusfamilien wie "Louis Knie" oder "Main-Tauber" unter Vertrag. Nach Schwierigkeiten in einer Wiener WG zog Rythkova aus, turnt sich nun quasi als Nomadin durchs Land.

Kürzlich erfüllte sie sich die 34-Jährige mit einem Casting für den "Cirque du Soleil" jedoch einen langgehegten Traum und befindet sich jetzt in der Datenbank des berühmten Zirkus und hofft eines Tages auf der größten Bühne der Welt zu performen – dann muss sie sicher nicht mehr unter der Brücke trainieren.

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