Wirtschaft

"Kein Weg daran vorbei" – Schnitzel wird viel teurer

Noch nicht allzu lange ist es her, dass die Gastronomie wieder durchstarten konnte. Bald schießen auch die Preise für Schnitzel & Co. in die Höhe.

Roman Palman
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Das Wiener Schnitzel, traditionell eigentlich vom Kalb, könnte wegen Teuerung bei Schweinefleisch und Geflügel bald teurer werden.
Das Wiener Schnitzel, traditionell eigentlich vom Kalb, könnte wegen Teuerung bei Schweinefleisch und Geflügel bald teurer werden.
Getty Images/iStockphoto

Wladimir Putins Krieg in der Ukraine und die weltweite Störung der Wirtschaft stellt auch Österreichs Gastwirte vor eine neue Herausforderung. Die Explosion der Preise für Energie, Treibstoffe, Futter- und Düngemittel treibt auch die Kosten für Lebensmittel in die Höhe – die Wirte stehen schon wieder mit dem Rücken zu Wand, beklagt Fachgruppenobmann Mike Pansi von der Wirtschaftskammer Vorarlberg gegenüber dem ORF. 

Importe kaum möglich

Nicht nur teuer, sondern auch knapp könnte etwa Fleisch werden. Vor allem Geflügel und Schwein, da durch den Krieg der internationale Handel beinahe zum Stillstand gekommen ist. Jeder Staat, jede Region wolle zuerst sich selbst versorgen, beschreibt der ORF. Die Folge: die Leibspeise der Österreicher, das Schnitzel, wird knapper und teurer. Pansis Heimat Vorarlberg etwa kann nur 4 Prozent seines Bedarfs an Schweinefleisch selbst decken. 

Mike Pansi ist auch Präsident des Kochverbands Österreich.
Mike Pansi ist auch Präsident des Kochverbands Österreich.
VKÖ/Michael Gunz PhotoVideoImageediting / OTS

"Da geht es um die Existenz"

"Wenn es so dramatisch hochgeht, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als unsere Preise anzupassen. Da geht es um konkrete Abfederung und die Existenz vieler Betriebe", so Gastronom Pansi. Die ohnehin schon lange angeschlagenen Betriebe könnten diese Kosten nicht noch zusätzlich tragen. "Ich sehe das in den nächsten zwei, drei Wochen auf uns zukommen. Da führt, glaube ich, kein Weg daran vorbei." 

Wie weit es wohl mit den Preisen nach oben geht, kann er noch nicht sagen. Grobe Schätzungen sprechen vorerst von zehn bis 15 Prozent – das wäre demnach das Minimum, damit auch noch den Wirten etwas übrig bleibt.

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