Keine 35-Stunden-Woche: Warnstreiks in der Pflege

Weil es bei den Verhandlungen zum Kollektivvertrag auch in der fünften Runde keine Einigung gegeben hat, kommt es ab Dienstag zu Warnstreiks in der Pflegebranche.
Die Gewerkschaften GPA-djp und vida drängen bei den aktuellen KV-Verhandlungen auf eine Arbeitszeitsverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Weil es auch in der fünften Verhandlungsrunde zu keiner Einigung gekommen ist, kommt es ab Dienstag vereinzelt zu Warnstreiks.

Die Einführung einer 35-Stunden-Woche bei vollen Bezügen käme einer Lohnerhöhung von 8,6 Prozent gleich. Für die Arbeitgeberseite ist dies nicht machbar. Betroffen sind im privaten Pflege-, Gesundheits und Sozialbereich rund 125.000 Beschäftigte.



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Verhärtete Fronten



Die Fronten in diesem Bereich sind verhärtet. Die Arbeitgeber sehen die Forderungen als unfinanzierbar an, die Vertreter der Arbeitnehmer verweisen auf die enorme Arbeitsbelastung in diesem Bereich. Auf Grund der fehlenden Einigung kommt es am Dienstag, aber auch in den kommenden Tagen zu Warnstreiks.

Betroffen wäre nach Gewerkschaftsangaben jene Arbeit, die verschoben werden kann, ohne direkt Menschen zu schaden, hieß es. Die Beschlüsse zu Warnstreiks müssen nun nicht einzeln gefällt werden, da sie bereits für den Fall der Fälle beschlossen worden sind.

Laut Walter Marschitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, habe man ein Angebot zur Arbeitszeitverkürzung auf betrieblicher Ebene gemacht, weil das nicht für alle möglich sei. Die Verhandler der Arbeitnehmer lehnten das aber strikt ab. Bei den Streiks müsste sich niemand um die Gesundheit oder Würde eines Angehörigen sorgen, so Arbeitnehmer-Chefverhandlerin Eva Scherz. Der nächste Verhandlungstermin wurde für Montag, 17. Februar angekündigt.



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