Keine Auswanderungs- welle aus Rumänien erwartet

Nach der Öffnung des heimischen Arbeitsmarktes für rumänische Arbeitskräfte per Jahresbeginn rechnet die Botschafterin Rumäniens in Österreich, Silvia Davidoiu, nicht mit einer Auswanderungswelle.

"Jene, die Rumänien verlassen wollten, haben das schon getan", sagte die Botschafterin vor Journalisten in Wien. Wie viele Rumänen pro Jahr nach Österreich auswandern könnten, wollte Davidoiu nicht prognostizieren.

70.000 Rumänien leben in Ö

Eine Studie von IHS und WIIW im Auftrag von Sozial- und Wirtschaftsministerium hat kürzlich errechnet, dass jährlich zusätzlich 5.500 Menschen nach Österreich ziehen werden, davon drei Viertel aus Rumänien. Das Arbeitsmarktservice (AMS) erwartet, dass wieder mehr Menschen aus Rumänien und Bulgarien nach Österreich kommen, wenn die Wirtschaft hier wieder stärker wächst als zuletzt. Laut der Botschafterin leben derzeit rund 70.000 Rumänen in Österreich.

Das derzeit in Deutschland und England heiß diskutierte Thema "Sozialtourismus", sei in Österreich kein großes Thema, weil es hier strenge Sozialgesetze gebe und damit "null Chance", sich Sozialleistungen zu erschleichen.

 "Ein riesiges Problem" für Rumänien sei die Massenauswanderung von Ärzten, Krankenschwestern und Pflegekräften, erklärte Davidoiu. Man versuche etwa mit höheren Gehältern etwas dagegen zu tun, aber es fehle das Geld. Rund die Hälfte der neu ausgebildeten Krankenschwestern würden das Land verlassen.

 

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