"Keine Corona-Impfung für kranken Jugendlichen"

Nathalie N. sorgt sich um ihren Sohn.
Nathalie N. sorgt sich um ihren Sohn.Sabine Hertel
Die Eltern von Christoph N. sind bereits geimpft. Der 16-Jährige allerdings nicht – obwohl er Morbus Crohn hat und damit zur Hochrisikogruppe zählt.

Christoph N. (alle Namen geändert) leidet an Morbus Crohn, einer chronischen Entzündung des Darms. Der 16-jährige HTL-Schüler muss Medikamente einnehmen, die sein Immunsystem herunterfahren – er zählt somit zu den Hochrisiko-Patienten: "Seine Ärzte haben uns dringend empfohlen, dass er gegen Corona geimpft wird", erzählt seine Mutter Nathalie N. (44).

Die (gesunden) Eltern sind geimpft

Doch eine Impfung (ab 16 Jahren ist diese erlaubt, Anm.) ist derzeit nicht in Sicht: "Mein Mann und ich sind als Angehörige eines Hochrisiko-Patienten bereits zweifach geimpft, mein Sohn noch gar nicht. Ich wollte meinen Impftermin auf ihn übertragen, aber es war nicht möglich. Bei 1450 hieß es nur: 'Das geht nicht. Wenn Sie Ihren Impftermin nicht wahrnehmen, verfällt er und Sie werden dann entsprechend Ihrer Altersgruppe neu gereiht.' Schließlich riet man mir, Christoph zum Impftermin meines Mannes am vergangenen Sonntag mitzunehmen, weil immer Impfstoff übrig bleibt, aber auch das schlug fehl. Am Eingang sagte man uns nur, was uns einfällt, einen Teenager impfen zu lassen", ist die Hietzingerin wütend.

Auf Nachfrage versprach eine Sprecherin des Wiener Gesundheitsdiensts: "Wir sehen uns den Fall genau an."

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