Deutschland macht dicht

"Keine einzige Person": Nächster ÖVPler gegen Asyl-Plan

Am Montag wurde bekannt, dass Deutschland Asylwerber nach Österreich zurückschicken will. Aus der heimischen Politik hagelt es dazu jetzt Absagen.
Lea Strauch
12.09.2024, 08:26
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Deutschland will die Grenzen dichtmachen. Diese Woche kündigte die deutsche Innenministerin Nancy Faeser (SPD) scharfe Kontrollen an allen Übergängen an. Die Folge: mögliche Zurückweisungen – auch nach Österreich.

Faeser erklärte, der CDU/CSU ein Modell für eine europarechtskonforme Zurückweisung vorzulegen. Rasch ruderte die deutsche Bundesregierung aber zurück. Auf einen konkreten Asyl-Plan konnte man sich in Gesprächen nicht einigen.

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Abfuhr aus Österreich

Aus Österreich war aber schon am Montag direkt die Abfuhr gekommen. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) stellte sofort klar: "Österreich wird keine von Deutschland zurückgewiesenen Migranten aufnehmen."

Effektive Zurückweisungen an den europäischen Außengrenzen seien zwar notwendig und müssten rasch umgesetzt werden. "Nach dem Beschluss des Asyl- und Migrationspakts auf EU-Ebene müssen jetzt aber auch Taten folgen", erklärte der Minister gegenüber "Heute".

"Keine einzige Person übernehmen"

Auch ein oberösterreichischer Partei-Kollege schaltet sich jetzt in die Diskussion ein. Auf "Heute"-Anfrage sagt Integrations-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer: "Wir werden unsere Systeme dadurch keinesfalls noch mehr belasten."

Zurückweisungen auf deutscher Seite dürften Österreich nicht noch stärker strapazieren, so der Landesrat: "So wie von Innenminister Gerhard Karner angekündigt, sollte Österreich keine einzige Person übernehmen, die aus Deutschland zurückgewiesen wird."

Die Debatte in Deutschland zeige abermals, dass es ein funktionierendes EU-System mit dichten Außengrenzen brauche. Die EU-Asylreform müsse rasch umgesetzt werden, betont Hattmannsdorfer.

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