Oberösterreich

Landes-Website löschte Zahl der neuen Corona-Toten

Eine Neuerung beim Corona-Dashboard des Landes sorgt für Verwirrung. Dort werden nämlich die aktuellen Zuwächse bei den Todesfällen nicht ausgewiesen.
14.12.2021, 16:26

Seit etwa zwei Jahren bietet das Land Oberösterreich ein spezielles "Service" in Sachen Corona. Auf einem sogenannten Dashboard werden alle Daten zur Pandemie veröffentlich. Die Zahl der Neuinfektionen, die Zahl derer, die in Quarantäne sind und die aktuellen Entwicklungen der letzten Wochen.

Als Dashboard wird im Informationsmanagement eine grafische Benutzeroberfläche bezeichnet, die zur Visualisierung von Daten dient. Der Name stammt vom englischen Begriff für ein Armaturenbrett im Auto und bezieht sich darauf, dass wie auf einem Armaturenbrett bedarfsgerecht auf einen Blick Informationen aus verschiedenen Quellen angezeigt werden. (Quelle: Wikipedia)

Bis Montag wurde auch die Zahl der Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden angeben. Doch dieser Wert fehlte am Dienstag, nachdem die gesamte Seite neu gestaltet wurde. Wir haben nachgefragt, warum das so ist.

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Die Antwort aus dem Krisenstab: "Die Veränderung wird deswegen nicht mehr am Dashboard publiziert, weil laufend Nachmeldungen der letzten Tage und zum Teil von noch früher dazukommen. Der reine Veränderungswert könnte aber zum (falschen) Schluss verleiten, dass sämtliche hinzugekommenen Todesfälle innerhalb von 24 Stunden waren, was aber fast niemals stimmt."

So sieht das neue Dashboard des Landes aus.
Screenshot/Land OÖ

Aber warum wurde das Dashboard noch so langer Zeit überhaupt überarbeitet. Das erklärt der Krisenstab so: Bisher wurden die Daten vom Dashboard des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) entnommen. Das Bundessystem ist in den vergangenen Wochen, aufgrund des sehr dynamischen Fallgeschehens, immer wieder ausgefallen und soll mit 20. Dezember offline genommen werden. 

Deshalb verwendet man seit Dienstag die landeseigenen Datenquellen um, so der Krisenstab, "weitestgehend unabhängig von Störungen im Bundessystem" zu sein.

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