Keine Landungen: Airport Schwechat stand still

Der heftige Wintereinbruch hat am Donnerstag auch den Flughafen Wien in Schwechat lahm gelegt und für Probleme gesorgt. Erst ab 20 Uhr war der Airport wieder offen.


Mit massiven Problemen durch den starken Schneefall hatte am Donnerstag der Flughafen Wien-Schwechat zu kämpfen. Aus Sicherheitsgründen wurden am Vormittag Landungen verboten. Diese waren ab 20.00 Uhr wieder möglich, allerdings nur im eingeschränkten Ausmaß, sagte Flughafen-Sprecher Peter Kleemann. Grund dafür war die leichte Besserung des Wetters.

Laut dem Sprecher hat es am Donnerstag am Flughafen binnen 15 Stunden rund 40 Zentimeter geschneit. Das habe es in Wien zuletzt vor 26 Jahren gegeben, sagte Kleemann und berief sich dabei auf Zahlen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Einige Flugpassagiere wurden mit Bussen nach Prag transferiert. Sowohl Passagieren als auch Abholenden wurde geraten, vor der Fahrt zum Flughafen bei ihrer Fluglinie den Flugstatus zu überprüfen.

Zwei Drittel der Flüge gecancelt

Rund zwei Drittel der für Donnerstag bis 16.00 Uhr geplanten Starts und Landungen am Flughafen Wien-Schwechat sind am Donnerstag wetterbedingt ausgefallen. Insgesamt 113 Flüge konnten stattfinden - teilweise mit erheblichen Verzögerungen, sagte Flughafensprecher Peter Kleemann.

"Es hat keinen Sinn, zum Flughafen zu kommen", appellierte AUA-Sprecher Peter Thier am Donnerstagnachmittag an die betroffenen Passagiere. Der Rückstau von den eigentlich für die Früh und den Vormittag geplanten Flugzeugen sei so groß, dass die Kapazitäten des Flughafens erschöpft seien. "Die Situation ist eine herausfordernde", so Kleemann, "was auch zu erwarten war".

Wartende immer unruhiger

Die Passagiere wurden ungeduldiger, je später es wurde. "Ich bin mit dem Zug aus Budapest hergekommen, ich muss nach Istanbul, ich habe dort morgen einen wichtigen Termin", berichtete ein ungarischer Passagier. Sein Flug um 14.00 Uhr wurde gestrichen. "Vielleicht kann ich um 19.25 Uhr fliegen, aber ich bin, ehrlich gesagt, nicht sehr optimistisch. Das alles ist überaus ärgerlich, weil ich sonst nach Ungarn zurück und den Termin absagen muss."

"Also ich bin sehr sauer, weil ich schon den ganzen Vormittag warten musste und bis jetzt noch nichts erfahren habe", machte sich eine US-Amerikanerin auf Heimreise Luft. Von vielen Reisenden wurden das mangelnde Krisenmanagement sowie die spärlichen Informationen durch die Fluglinien kritisiert.

"Ich kann nicht verstehen, warum sie es nicht schaffen, die Landebahnen frei zu räumen, wo sie doch schon länger wissen, dass Schnee kommt", ärgerte sich ein österreichischer Urlauber. Er gehörte zu einer Gruppe von 30 bis 40 Passagieren, die eigentlich nach Tunis hätten fliegen sollen. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen wurden Busse organisiert, die die Fluggäste via Brünn nach Prag bringen sollten. "Viel Hoffnung, dass wir heute noch nach Tunis kommen, habe ich nicht", sagte einer der Betroffenen, zumal die Straßen nach Prag auch nicht gerade schneefrei sein dürften.

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