Keine Mitgliedschaft wegen 'Karten-Verwirrung'

Samira K. bekam keine Mitgliedschaft in dem Fitnessstudio.
Samira K. bekam keine Mitgliedschaft in dem Fitnessstudio.Bild: Sabine Hertel
Samira K. (35) wurde die Mitgliedschaft aufgrund ihrer "grünen Aufenthaltskarte" verweigert. Sie ortet Rassismus. Laut dem Fitness-Studio habe man ihre ID mit der Asyl-Karte verwechselt.
Vor Kurzem wollte Samira K. eine Mitgliedschaft bei FitINN (Rathausplatz 2) beantragen. Alles schien in Ordnung zu sein, bis zu dem Moment, als sie ihren Ausweis zückte. Die Mitarbeiter wurden still, kontrollierten eine "interne Arbeitsanweisung". Danach sagten sie der Iranerin, dass sie aufgrund ihres grünen Ausweises nicht als Kundin akzeptiert werde.

Völlig unverständlich für die 35-Jährige. Sie lebt seit Februar in Wien und ist mit einem Deutschen verheiratet, der in Wien arbeitet: "Ich bin legal hier, habe ein Bank-Konto und Zugang zum Arbeitsmarkt." Ihre grüne ID-Karte ist für Angehörige von EU-Bürgern und gilt als Identitätsnachweis für fünf Jahre.

"Das ist total rassistisch. Ist so ein Verhalten legal?", fragte Samira. Pressesprecher von FitINN, Michael Stangl, zu "Heute": "Grüne Verfahrenskarten von Asylsuchenden werden nicht angenommen, da sie auch für den Staat nicht als Identitätsnachweis gelten." Die Mitarbeiter dürften diese Karte mit der ebenfalls grünen ID-Karte der Iranerin verwechselt haben, so die Erklärung. Samira K. trainiert inzwischen woanders.

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