120 Klassen in Wiener Schulen sind laut Bildungsministerium derzeit aufgrund von Corona-Fällen in Quarantäne. Rund 3.000 Schüler müssen nach nur wenigen Tagen Unterricht bereits Zwangspause einlegen und können sich frühestens nach zehn Tagen freitesten.
In einem Fall konnte das nun von den Eltern abgewendet werden: In der betroffenen Schule wurde am vergangenen Dienstag ein positiver Corona-Fall entdeckt. Am Mittwoch dann die Info an die Eltern der Mitschüler: 14 Tage Quarantäne. "Obwohl die meisten geimpft sind und alle Masken getragen haben", so eine betroffene Mutter: "Wie soll man der Jugend da vernünftiges Verhalten und die Impfung ans Herz legen, wenn beides überhaupt nichts bringt?"
Die Eltern setzten sich mit der Gesundheitsbehörde in Verbindung – und hatten Erfolg: "Die Kinder sind als K2 jetzt ab Montag wieder in der Schule", so die Mutter zu "Heute".
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sprach sich nun dafür aus, für Schüler das Freitesten nach fünf Tagen zu ermöglichen. Nur Sitznachbarn sollten als K1 gelten. Diese Entscheidung fällt aber nicht in sein Ressort, die Länder entscheiden. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zeigte sich skeptisch und forderte "starke, einheitliche und alltagstaugliche Regeln" statt "häppchenweise" neuer Verschläge, so Ludwig gegenüber "Wien heute".