Keine Sicherheitsschule in Wiener Neustadt

Die Milak in Wr. Neustadt
Die Milak in Wr. NeustadtBild: Daniel Schreiner
Frust und Ärger bei Schülern, Eltern und Politikern: Die ab dem Schuljahr 2019/20 geplante Sicherheitsschule Wr. Neustadt wurde eingestellt, bevor sie überhaupt in Betrieb war.
Enttäuschung in Wr. Neustadt: Es wird keine Sicherheitsschule geben. Die Sicherheitsschule war als Ersatz für das Militärrealgymnasium in Wr. Neustadt gedacht, das im Juni 2018 geschlossen worden war (Anm.: hatte es auf Diskussionen gegeben - "Heute" berichtete). Die Schule hätte im kommenden September, beginnend mit dem Schuljahr 2019/20, mit zwei Klassen in Betrieb gehen sollen.

Die Sicherheitsschule wäre am Campus der Theresianischen Militärakademie angesiedelt gewesen und war als Berufsbildende Höhere Schule für Führung und Sicherheit konzipiert, wie es bei einer Pressekonferenz im November geheißen hatte. Mittelfristig hätte die Zahl der Schüler laut "ORF NÖ" auf 250 anwachsen sollen.

53 Schüler betroffen

Von der nun beschlossenen Einstellung des Projekts sind laut Verteidigungsministerium 53 Schüler betroffen, die großteils aus Niederösterreich, Wien und dem Burgenland kommen. Sie bzw. ihre Eltern wurden nun von den Bildungsdirektionen darüber informiert, dass es in wenigen Monaten doch keinen Schulplatz für sie gibt. Den Betroffenen werde man indes laut Ministerium alternative Schulplätze anbieten. Da die Schulplätze bzw. der Bildungszweig doch sehr speziell war, wird dies sicherlich nicht einfach.

Teils heftige Kritik

In einer ersten Reaktion zeigt sich Bürgermeister Klaus Schneeberger (VP) von der Entscheidung der Übergangsregierung, das Projekt der Sicherheitsschule in der Stadt Wiener Neustadt zu stoppen, überrascht und spricht von einem bedauerlichen Schritt für den Schulstandort Wiener Neustadt sowie für alle unmittelbar Betroffenen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Udo Landbauer, geschäftsführender FPÖ-Landesparteiobmann, erklärte, er „verurteile diese ungeheuerliche Vorgehensweise aufs Schärfste" und fordere die sofortige Rücknahme des Beschlusses. „Es ist ein unglaublicher Skandal, dass ein nicht vom Volk gewählter Übergangsminister aus parteipolitischem Kalkül einfach Schulkinder auf die Straße setzt. Wer bei der Bildung spart, hat in der Politik nichts verloren", so Landbauer.

ORF NÖ-Story (Lie)

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