Keine Streichungen mehr beim Fahrplan

Ab 2011 kommt es im öffentlichen Verkehr zu entscheidenden Verbesserungen, und Zugverbindungen können nicht ohne Weiteres gestrichen werden, sagt Landesrat Johann Heuras im „Heute“-Interview. Im Schulbereich will er alles in einer Hand gebündelt haben, das Land soll vor Ort Entscheidungen treffen können.

„Heute“: Im Unterricht fehlt oft die Vorbereitung auf die Arbeitswelt. Was ist zu tun?

Heuras: „Wir werden die Berufsberatung intensivieren. Im Vorjahr haben wir den Top-Talente-Check ausgebaut, decken damit 80 Prozent in der siebenten Schulstufe ab. Was für mich entsetzlich ist: wenn man den Beruf aufgrund von Geld oder Prestige auswählt.“
Wie steht es um Defizite bei Deutschkenntnissen?

„Wir müssen uns stärker an den Talenten der Kinder orientieren. Wichtig ist, dass wir in der Region entscheiden können, wo wir Schwerpunkte legen wollen. Wir brauchen außerdem mehr politische Bildung, mehr Zugang zu Technik und Naturwissenschaft.“
Zuletzt verschwanden einige Züge vom Fahrplan, haben Sie zu wenig protestiert?

„Es war leider keine Möglichkeit zu protestieren. Es war ein Dialog mit den ÖBB vor diesen Änderungen vereinbart. Dieses Gespräch hat es aber nicht gegeben. Wir waren empört, dass alles so überfallsartig passiert ist.“

Kritiker sagen, das Land könnte mehr bezahlen, damit die ÖBB mehr fahren?

„Das machen wir. Ab dem nächsten Jahr zahlen wir zusätzlich sechs Millionen Euro. Damit die Streichungen im Fahrplan ein Ende haben.“
Steigen die Beschwerden?

„Pendler-Beschwerden gibt es immer. Der öffentliche Verkehr ist wie ein Puzzle. Ein Teil davon sind Park&Ride-Anlagen. Wir haben mehr Gratis-Stellplätze als alle anderen acht Bundesländer zusammen!“

Elisabeth Czastka

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