Formel 1

Keine Terror-Absage! Formel 1 hält an Rennen fest

Der Formel-1-Zirkus steht unter Schock. Unweit der Strecke in Dschidda wurde eine Erdölanlage angegriffen. Doch das Rennwochenende geht weiter. 
Heute Redaktion
25.03.2022, 21:31

Bereits während des ersten Freien Trainings erfolgte der Terroranschlag auf die Anlage des saudischen Ölkonzerns Aramco unweit des Corniche Circuits in Dschidda. Es kam zu einem Großbrand, die Rauchsäule war kilometerweit über der Stadt zu sehen. Red-Bull-Pilot Max Verstappen glaubte sogar zunächst, ein Auto habe Feuer gefangen. Die Ölanlage befindet sich bloß zwölf Kilometer vom Fahrerlager entfernt.

Zum Anschlag haben sich mittlerweile jemenitische Huthi-Rebellen bekannt. Die Anlage sei mit Drohnen angegriffen worden. Bereits vor einer Woche habe es einen ähnlichen Vorfall gegeben.

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Veranstalter halten an Rennen fest

Trotz des Terroranschlags in unmittelbarer Nähe der Strecke wurde das zweite Freie Training nach einer Besprechung von Fahrern und Teams gestartet - mit einer viertelstündigen Verspätung. Am Freitagabend folgte eine Sitzung der Teamchefs mit den Veranstaltern und Behörden. Ein Meeting der Fahrer wurde danach angesetzt. 

Die Veranstalter haben bereits klar gemacht, dass eine Absage nicht infrage kommt. Die Sicherheit aller Personen habe die oberste Priorität, deswegen stehe man mit den Behörden in Kontakt. "Der Zeitplan des Rennwochenendes wird wie geplant fortgesetzt", hieß es.

"Der Sport muss zusammenstehen. Jeglicher aktiver Terror kann nicht geduldet werden. Es gibt alle Garantien von den Organisatoren. Wir werden fahren", meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Freitagabend. Und Mercedes-Boss Toto Wolff ergänzte: "Uns Teamchefs wurde versichert, dass wir hier geschützt sind. Das ist vermutlich der sicherste Ort, an dem man momentan in Saudi-Arabien sein kann."

"Termin bewusst gewählt"

"Ich glaube, der Termin ist bewusst gewählt. Die Rebellen wissen, dass sie beim Grand Prix eine wesentlich höhere Publicity haben. Es gibt diese Drohnenangriffe, glaube ich, häufig. Die Saudis haben ein sehr gutes Abwehrsystem. Warum das nicht funktioniert hat, muss man herausfinden", erklärte Red-Bull-Motorsport-Berater Helmut Marko bei "Sky". "Man darf sich durch Terror nicht das normale Leben komplett einschüchtern lassen. Wenn für die nächsten zwei Tage die Sicherheit garantiert ist, sollten wir fahren", so der Grazer weiter. 

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