"Keiner spricht hier deutsch? Überfremdung ist kein Schicksal: Wehr dich!", war Dienstagfrüh auf rassistischen Flyern in der Wiener U6 zu lesen. Eine engagierte Frau schlug sofort Alarm, verständigte via Social Media die Wiener Linien. "Die Flyer waren an den Haltegriffen aufgehängt", berichtet sie. Entdeckt wurden die rassistischen Zettel um kurz vor halb 8 Uhr früh bei der Station Thaliastraße (Wien-Ottakring) in einem Zug Richtung Siebenhirten.
"Morgensport – rassistische Flyer in der U6 entfernen. Gut, dass kein Frühstück im Magen war, sonst müsste ich nämlich kotzen vor so viel Verabscheuung. Wie ekelhaft kann man eigentlich sein", so Elisabeth R. auf Twitter.
Gemeinsam mit einer anderen Fahrgästin entsorgte Elisabeth R. die Flyer, warf sie am Westbahnhof weg. Verantwortlich für die Zettelaktion zeigt sich eine Gruppe namens "Patrioten in Bewegung". Dabei handelt es sich um rechtsextreme Aktivisten, die schon mehrmals mit Hetz-Aktionen auffielen.
Die Wiener Linien zeigen Rassismus die rote Karte, leiteten sofort Ermittlungen ein. "Nun werden Videos aus den Überwachungskameras ausgewertet", so eine Sprecherin. Die Täter sollen ausgeforscht und zur Verantwortung gezogen werden. "Solche Flyer haben bei uns keinen Platz. Danke an unsere Fahrgästin, die uns sofort via Social Media verständigt hat!"