Keira Knightley übt Kritik an "perfekter Mutter" Kate

In einem Essay beschreibt die Schauspielerin detailliert alle Einzelheiten der Geburt ihrer Tochter.
"Ich erinnere mich an die Scheiße, das Erbrochene, das Blut, die Stiche. Ich erinnere mich an mein Schlachtfeld. Meine Vagina ist aufgerissen. Du kamst mit geöffneten Augen raus. Arme in die Luft gerissen. Schreiend. Sie haben dich auf mich gelegt, mit Blut und Fruchtschmiere bedeckt, dein Kopf verformt vom Geburtskanal. Pulsierend, keuchend, schreiend", schildert die 33-Jährige schonungslos die Momente der Niederkunft.



Demgegenüber stand der Auftritt von Herzogin Catherine, die ihre Tochter Charlotte nur einen Tag später zur Welt brachte. Die Präsentation des royalen Babys empfand Knightley skurril, fast schon wie einen Hohn. "Sie wurde sieben Stunden später aus dem Krankenhaus entlassen, perfekt gestylt mit geschminktem Gesicht und in High Heels. Eben das Bild, das die Welt sehen will", schreibt die Schaupielerin über die Szenen vor dem Londoner Krankenhaus.

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In den Augen Knightleys und auch vieler anderere Frauen werden damit falsche Signale an werdende Mütter gesendet und viel Druck erzeugt. "Versteckt unseren Schmerz, unsere aufgerissenen Körper, unsere leckenden Brüste, unsere tobenden Hormone. Sei schön, sei stilvoll, zeig dein Schlachtfeld nicht, Kate. Sieben Stunden nach dem Kampf um Leben und Tod, sieben Stunden, nachdem dein Körper aufgerissen ist und blutiges, schreiendes Leben herausgekommen ist. Zeig es nicht. Sag es nicht. Stehe dort mit deinem Mädchen, umringt von einem Rudel männlicher Fotografen".

Vorstellung vs. Realität

Durch diese Auftritt werde eine falsche Erwartungshaltung erzeugt, die einfach nicht der Realität entspreche. Mit ihrer Meinung ist Knightley nicht alleine. Als Kate den jüngsten Sohn Louis der Welt präsentierte, gab es vor der Klinik auf Proteste von Müttern unter dem Motte "Expectation vs. Reality".

Knightleys Text kann in dem Sammelband "Feminists don't wear pink (and other lies)" nachgelesen werden. Dort findet man unter anderem auch kurze Werke von anderen Stars wie Emma Stone, Saoirse Ronan und Adwao Aboah. (baf)

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