Vor einem Lokal im Bezirk Korneuburg hatte ein Kellner zugeschlagen, einen Gast schwer verletzt. Jetzt musste der Gastro-Mann vor Gericht die Rechnung bezahlen: 5 Jahre Gefängnis.
Einen doppelten Schädelbruch, Hirnblutungen und ein Schädel-Hirn-Trauma bekam ein 31-Jähriger im Sommer im Café Trauma im Bezirk Korneuburg serviert.
Der Kellner (38) war Mitte Juni mit einem Gast (31), übrigens auch ein ehemaliger Angestellter des Lokales, zusammengekracht. Der 38-Jährige warf den 31-Jährigen aus dem Kaffeehaus, kurze Zeit später tauchte der ungebetene Gast wieder auf. Der Wickel verlagerte sich vors Lokal, der 38-Jährige schrie „I daschlog eahm" und drosch laut Anklage auf den Jüngeren ein. Das Opfer fiel um wie ein Stück Holz (Zitat Angeklagter) und blieb mit schweren Kopfverletzungen (zweifache Schädelfraktur, Hirnblutungen) liegen.
Fünf Jahre Haft
Vor Gericht in Korneuburg letzte Woche zeigte sich der Schläger teilweise geständig und behauptete einen Angriff des Opfers abgewehrt zu haben. Zeugen widerlegten diese Variante jedoch recht eindeutig.
Wegen absichtlich schwerer Körperverletzung wurde der sechsfach vorbestrafte Ex-Kellner (Anm.: Vorstrafen wegen schweren Raubes, Vermögensdelikten, Suchtgiftdelikten) zu fünf Jahren unbedingter Haft verurteilt. Das war dem Angeklagten jedoch zu viel, der Staatsanwältin zu wenig, beide meldeten Rechtsmittel an - somit nicht rechtskräftig.
Übrigens: Der Angeklagte war erst im August wegen Drogendelikten zu einem Jahr Haft verurteilt worden (Anm.: diese Strafe sitzt er gerade ab) und hat noch 22 Monate bedingte Haft wegen Raubes offen (diese Strafe wurde aber nicht widerrufen). (Lie)