Kellnerin 10 Jahre lang keine Feiertage ausbezahlt

Eine Kellnerin aus Braunau wurde um 3.600 Euro Entgelt gebracht. Ihr wurde Feiertagsarbeit nicht ausbezahlt. (Symbolbild).
Eine Kellnerin aus Braunau wurde um 3.600 Euro Entgelt gebracht. Ihr wurde Feiertagsarbeit nicht ausbezahlt. (Symbolbild).Bild: iStock
Etwas mehr als 10 Jahre lang war eine Kellnerin in einem Gasthaus in Braunau beschäftigt, arbeitete an 59 Feiertagen – bezahlt wurden ihr aber nur "zwei oder drei" davon.
Die Frau wandte sich an die Arbeiterkammer OÖ. Seit sie als Kellnerin für das Gasthaus arbeitete war ihr nur ein Bruchteil der gemachten Feiertagsdienste bezahlt worden – gerade einmal "zwei oder drei".

Die AK überprüfte den Fall, stellte fest, dass ein Großteil der unbezahlten Feiertagsentgelte aufgrund der im Kollektivvertrag geregelten Fristen bereits verfallen war. Aufgrund der im Vertrag festgeschriebenen kurzen Verfallfristen entgingen der Frau 3.600 Euro.

"Fälle wie dieser, in denen Menschen jahrelang unterentlohnt werden, aber aufgrund der kollektivvertraglichen Bestimmungen nur drei Monate nachbezahlt bekommen, sind keine Seltenheit", so die AK OÖ.

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Nachzahlung erreicht



Dennoch standen der Angestellten laut AK-Berechnungen immerhin noch Entgelte aus 18 unbezahlten Feiertagen zu.

Mit dem Fall konfrontiert erklärte sich der Arbeitgeber zwar bereit Geld nachzuzahlen – allerdings nur 15 Feiertage! Denn die Arbeitnehmerin habe drei Urlaubstage zu viel verbraucht, so das Argument des Wirten.

Die Arbeiterkammer gab jedoch nicht nach, erklärte vor das Arbeits- und Sozialgericht zu gehen, würde der Gastronom nicht auch noch die drei Feiertage auszubezahlen. Mit Erfolg! Die Kellnerin bekam insgesamt knapp 1.700 Euro nachbezahlt.



(cru)

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