Kellnerinnen verlieren 11.000 Euro im Jahr wegen Corona

Eine Kellnerin in Wien (Archivfoto)
Eine Kellnerin in Wien (Archivfoto)Georges Schneider Xinhua / Eyevine / picturedesk.com
Nach dem Ministerrat am Mittwoch traten Arbeitsminister Kocher, Finanzminister Blümel und Gesundheitsminister Anschober vor die Presse. 

Die Bundesregierung hat am heutigen Mittwoch im Ministerrat die Verlängerung der Kurzarbeit um drei weitere Monate bis Ende Juni 2021 beschlossen. Arbeitsminister Martin Kocher, Finanzminister Gernot Blümel (beide ÖVP) und Gesundheitsminister Anschober (Grüne) stellten die neue alte Regelung in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Sozialpartnern vor – "Heute" berichtete.

Ebenfalls dabei war AK-Präsidentin Renate Anderl (SPÖ). Sie schilderte aus Sicht der Arbeitnehmer, dass die bisherigen Maßnahmen für einige noch lange nicht ausreichen würden. Besonders betroffen seien all jene, die zu einem geringeren Gehalt auf Einkünfte aus Trinkgeldern und Überstunden angewiesen sind.

Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl im Rahmen der Pressekonferenz nach der Sitzung des Ministerrates
Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl im Rahmen der Pressekonferenz nach der Sitzung des MinisterratesGEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com

Die AK-Wien-Präsidentin rechnete vor, dass eine Kellnerin in der Stadt im Jahr in der Kurzarbeit 11.000 Euro im Jahr an Einkommen verlieren würde. Um hier gegenzusteuern, werde aktuell die technische Möglichkeit einer fünfprozentigen Überzahlung ausgelotet: "Es wird aber definitiv nicht das ersetzen, was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sonst gewohnt sind", dämpft Anderl aber die Erwartungen.

Sie wünsche sich, dass "dann schon die Zeit kommt, wo mehr aufsperren kann", damit dann auch die angesprochene Kellnerin in ihren Job zurück könne und weniger Betriebe auf Kurzarbeit setzten müssten.

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