KH-Nord: Köpferollen nach "Energetiker"-Engagement

Das Engagements eines esoterischen "Energetikers" und "Bewusstseins-Forschers" für das Gelände des Krankenhauses Nord hat nun Konsequenzen.
Die Auftragserteilung für die "energetische Optimierung des Krankenhaus Nord" hat zu ersten Konsequenzen geführt. KAV-Direktor Herwig Wetzlinger teilt mit, dass die Programmleiterin des Krankenhauses Nord diesen Auftrag erteilt hat. Sie wurde mit sofortiger Wirkung von ihrer Leitungsfunktion abgezogen und ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Ein Honorar von 95.000 Euro bezahlten die Bauherren in Wien für "Schwingungserhöhungen" und einen "Energie-Schutzring" für das noch nicht fertiggestellte KH-Nord.

Innenrevision prüft Zweckmäßigkeit

Nach Bekanntwerden des Auftrags reagierte der KAV am Donnerstagnachmittag. Die Innenrevision sei bereits beauftragt worden, um Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit zu untersuchen, teilte KAV-Direktor Herwig Wetzlinger in einer Aussendung mit.

Gleichzeitig werde eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. "Das ist keine Anzeige, denn es besteht derzeit kein Verdacht auf einen strafrechtlich relevanten Tatbestand", unterstrich Wetzlinger.

CommentCreated with Sketch.44 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. FPÖ fordert Rücktritt von Frauenberger

Der Wiener FPÖ-Landesobmann Johann Gudenus setzte in einer Aussendung sogleich nach und forderte den umgehenden Rücktritt von SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger.

Angesichts "der verschwendeten hunderten Millionen Euro" rund um das KH-Nord würden die 95.000 Euro "lächerlich wirken", so Gudenus, jedoch würde ein "Sittenbild" zutage treten, wie der KAV und das Ressort von Stadträtin Frauenberger mit Steuergeld umgingen.

(red)

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