Nach den vielen Wirren um die Identität des Attentäters am Mittwoch, hat die britische Polizei am Donnerstagnachmittag einen Namen des Angreifers veröffentlicht: Khalid Masood.
Attentäter war Polizei bereits bekannt
Masood wurde am ersten Weihnachtstag 1964 im englischen Kent geboren. Über die Kindheit des 52-Jährigen ist nichts bekannt, er soll jedoch in den letzten Jahren in den der Region West Midlands, nahe der Stadt Birmingham, gelebt haben.
Ein Unbekannter war der Mann jedoch nicht. 1983 wurde er zum ersten Mal verhaftet. Damals wurde ihm Sachbeschädigung angelastet. Es blieb allerdings nicht bei einem einzigen Ausrutscher.
In den kommenden Jahren legte er sich mehrere Alias-Namen. Erst kurz vor Mitternacht wurde donnerstags bekannt: Der Mann wurde eigentlich als "Adrian Elms" geboren.
Der 52-Jährige musste sich jedenfalls mehrmals wegen tätlichen Angriffen, schwerer Körperverletzung und Störung der öffentlichen Ordnung verantworten. Im Dezember 2003 wurde der damals 39-Jährige zuletzt verurteilt – wegen unerlaubten Besitz eines Kampfmessers.
Obwohl er mit dem Gesetz regelmäßig auf Kriegsfuß gestanden hatte, war er nach offiziellen Kenntnissen nie in terroristische Angelegenheiten verwickelt. Deshalb war er vom britischen Geheimdienst MI5 während der letzten Jahre nicht als terroristische Bedrohung eingestuft und auch nicht genauer überwacht worden.
Unbestätigten Meldungen zufolge soll er verheiratet gewesen sein, und drei Kinder haben. Nachbarn hätten ihn als "netten und ruhigen Typ" bezeichnet. Er verdiente sich sein Geld als selbsternannter Englisch-Nachhilfelehrer und war begeisterter Bodybuilder.
Blutiger Terroranschlag vor Parlament
Am 22. März mietete sich der 52-Jährige einen silbernen Hyundai und machte sich auf dem Weg nach London. Auf der Westminster Bridge trat er das Gaspedal durch und raste auf dem Gehweg durch die Menschenmenge. Danach steuerte er sein Fahrzeug mit voller Wucht gegen den Zaun des britischen Parlaments. Er sprang aus dem Unfallwagen und attackierte einen Polizisten mit Messern. Der .
Der IS hatte während der letzten 18 Monate speziell den Briten immer wieder mit verheerenden Anschlägen gedroht. Am Ende eines Propaganda-Videos nach dem Massaker in Paris, im November 2015, hatten die Dschihadisten Großbritannien als ihr nächstes Ziel auserkoren.
(red)