KHM-Direktor sagt einen Monat vor Antritt ab

Eike Schmidt, der ab November das Kunsthistorische Museum in Wien übernehmen hätte sollen, bleibt doch bei den Uffizien in Florenz.
Das Kunsthistorische Museum (KHM) in Wien ist ab November ohne offiziellen Direktor. Eigentlich hätte der deutsche Kunsthistoriker Eike Schmidt ab dem 1. November die Leitung von Sabine Haag übernehmen sollen, doch einen knappen Monat vor Antritt sagte er nun kurzerhand ab, wie die "Presse" berichtet.

Schmidt war bisher Direktor der weltberühmten Kunstgalerie in den Uffizien in Florenz. Der damalige SPÖ-Kulturminister Thomas Drozda konnte ihn 2017 als neuen Direktor für das KHM gewinnen.

Kurzfristige Absage "höchst unprofessionell"

Schon lange hat es die Gerüchte gegeben, dass Schmidt die Uffizien nicht verlassen will. Schmidt hat dies italienischen Medien gegenüber immer wieder geäußert, nach Österreich aber signalisiert, dass er seinen Job antritt.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Kurzfristigkeit der Absage, die laut "Presse" telefonisch beim amtierenden Kulturminister erfolgte, ist in Kulturkreisen absolut unüblich. "Die kurzfristige Absage ist höchst unprofessionell und eigentlich beispiellos", wird der derzeitige Kulturminister Alexander Schallenberg in dem Artikel zitiert.

Nun wird es um die Konditionen der Vertragsauflösung gehen – und um die Frage, wer das KHM weiterleiten wird. Sabine Haag hatte sich interimstisch bereit erklärt, das Museum bis zum Antritt Schmidts weiterzuleiten.

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