Betrüger setzen immer öfter auf Künstliche Intelligenz, um ihre Opfer gezielt anzugreifen. Mit gestohlenen persönlichen Daten versuchen sie, E-Mail-Konten und Online-Banking-Zugänge durch Phishing zu übernehmen.
"Wer E-Mails mit Betreffzeilen wie "Ihr Konto war vom Vorfall betroffen - bitte hier bestätigen" erhält, sollte extrem vorsichtig sein. Kein seriöser Anbieter verlangt Zugangsdaten oder Codes per Link", warnt Alexander Vukcevic, Director CyberSafety Technology bei Avast.
Besonders besorgniserregend ist laut Angaben von CHIP.de die Geschwindigkeit der Betrugsmaschen: KI-Programme durchforsten Datenbanken ohne Pause. "Ein menschlicher Hacker macht irgendwann Feierabend. Ein KI-Agent schläft nicht, gibt nicht auf und nimmt Tausende Seiten gleichzeitig ins Visier", so Vukcevic.
Der Experte empfiehlt, bei Google-, Apple- und E-Mail-Konten zu überprüfen, welche externen Apps und KI-Tools noch Zugriff haben. Nicht mehr benötigte Verknüpfungen lassen sich in den Kontoeinstellungen entfernen.
Die Zahlen sind alarmierend: 2025 registrierten die Behörden 1.041 Ransomware-Angriffe - zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders häufig gerieten Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ins Visier der Kriminellen.
Zuletzt wurde auch eine große KI-gestützte Phishing-Plattform abgeschaltet, die mehr als 12.000 E-Mail-Konten ins Visier genommen hatte.