Goldgräberstimmung vorbei

KI-Boom in den USA: Rechenzentren stocken

Der Ausbau von KI-Rechenzentren in den USA gerät ins Stocken. Über 1.000 Gemeinden blockieren Projekte, Investoren zweifeln zunehmend.
19.10.2026, 11:07
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In den USA wird so viel in Künstliche Intelligenz investiert wie bei keiner anderen neuen Infrastruktur zuvor. Doch die Goldgräberstimmung ist vorbei - der Bau und Ausbau von KI-Rechenzentren kommt nicht so schnell voran, wie sich die Tech-Giganten das wünschen.

Rechtliche Vorgaben für solche Projekte gibt es nicht nur auf Bundes- oder Staatsebene. Auch einzelne Kommunen können in den USA weitreichende Regeln aufstellen. Laut Recherchen der Financial Times haben bereits über 1.000 US-Gemeinden Vorschriften für KI-Infrastruktur erlassen. Teilweise gibt es sogar Moratorien - einen vorläufigen Baustopp.

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Das berichtet heise.de unter Berufung auf die Financial Times. Besonders bei sogenannten Neoclouds - also auf KI spezialisierten Cloud-Anbietern - wachsen die Zweifel der Investoren. So verlor die Aktie von CoreWeave in dieser Woche rund 25 Prozent an Wert.

Schulden werden teurer

Als Gründe für den Absturz werden höhere Zinskosten und Sorgen um die weiter steigende Inflation in den USA genannt. CoreWeave hat sich für den Ausbau hoch verschuldet, und diese Schulden sind nun deutlich teurer geworden. Das nährt erneut Zweifel, ob der KI-Ausbau solide finanziert ist.

Profitieren könnten am Ende die großen Tech-Konzerne wie Amazon, Meta und Google. Sie verdienen ihr Geld in vielen Geschäftsfeldern und können unrentable KI-Investitionen deshalb länger durchhalten. Experten befürchten, dass sie als dominierende Anbieter übrig bleiben könnten.

tec, 19.10.2026, 11:07