Einstiegsjobs brechen ein

KI-Boom kostet junge Tech-Talente den Job

Der Hype um künstliche Intelligenz sorgt für einen dramatischen Einbruch bei den Einstiegsstellen. Berufsanfänger sind besonders betroffen.
Technik Heute
28.09.2026, 13:07
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New York gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch für junge Tech-Talente sieht es aktuell düster aus. Der KI-Boom hat die Branche der Metropole erfasst und sorgt für einen massiven Rückgang bei den Einstiegspositionen.

Ein neuer Bericht des New Yorker Thinktanks Center for an Urban Future (CUF) zeigt: Die Zahl der Stellenangebote für Berufseinsteiger in der Tech-Branche ist seit 2022 um 49 Prozent gesunken. Das ist ein stärkerer Rückgang als in jedem anderen Sektor.

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Wie t3n berichtet, sind vor allem jene Berufe betroffen, die am stärksten von generativer KI beeinflusst werden. In ganz New York City sind die Stellenangebote für Einstiegspositionen mit hohem KI-Anteil um 29 Prozent zurückgegangen.

Auch in Deutschland düster

Der Trend beschränkt sich nicht auf die USA. Eine Langzeitanalyse der Karriereplattform Stepstone ergab, dass der Anteil ausgeschriebener Einstiegsjobs im ersten Quartal 2025 um 45 Prozent niedriger war als der Fünfjahresdurchschnitt. Das ist sogar tiefer als während der ersten Corona-Monate.

"Für viele junge Menschen ist die Situation aktuell schwieriger als noch vor zwei bis drei Jahren", sagt Stepstone-Arbeitsmarktexperte Tobias Zimmermann. Im Schnitt müssen Hochschulabsolventen 40 Bewerbungen verschicken, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Junior-Positionen verschwinden lautlos

Der Rückgang erfolgt dabei selten durch Kündigungen. Unternehmen besetzen Junior-Positionen schlicht nicht mehr nach. Bei den 22- bis 25-Jährigen in KI-bedrohten Berufsfeldern sank die Beschäftigung seit ChatGPT um rund elf Prozent.

Einen Lichtblick gibt es dennoch: Wer KI-Kenntnisse mitbringt, hat bessere Chancen. Die Zahl entsprechender Stellenanzeigen stieg in den letzten vier Jahren um 20 Prozent.

tec,28.09.2026, 13:07