In der Spielebranche sorgen KI-generierte Kopien zunehmend für Aufregung. Entwickler fürchten, dass ihre Ideen und Demos mit KI-Tools einfach nachgebaut werden können - inklusive möglicher Erpressungsversuche.
Der KI-Anbieter Anthropic will dem jetzt einen Riegel vorschieben. Im System-Prompt seiner Modelle Claude Code und Claude Opus 5.5 findet sich ein neuer Passus, der den Nachbau existierender Spiele untersagt - auch wenn man ihnen einen anderen Namen gibt.
Wie t3n unter Berufung auf Tom's Hardware berichtet, hat Anthropic die Änderung bestätigt. Mitarbeiter Addy Osmani verwies auf mögliche Verletzungen geistigen Eigentums. Weiterhin erlaubt sein soll Hilfe bei der Game-Entwicklung, wenn Nutzer eigene Designs und Materialien verwenden.
Allerdings scheint es im Zuge der strengeren Regeln auch zu Problemen bei harmlosen Projekten zu kommen. So soll Claude auch unbedenkliche Versuche blockieren, Games per Reverse-Engineering zu analysieren oder Windows-Abstürze zu untersuchen.
Auf GitHub und Reddit häufen sich Meldungen, dass die KI die Zusammenarbeit auch beim Patchen von Game-Code verweigert. Sogar das Entfernen von Junkware von einem Smart-TV soll blockiert worden sein.
Hat Anthropic die Zügel zu eng angezogen? Der KI-Anbieter hat angekündigt, nachjustieren zu wollen, um „ein Gleichgewicht“ zu finden. „Falls Claude in der Zwischenzeit etwas ablehnt, das dir gehört, dann schick es mir“, schrieb Osmani auf X.