Studie warnt Restaurants

KI-Fotos auf Speisekarten verderben Appetit

Viele Lokale nutzen KI für ihre Speisekarten. Eine neue Studie zeigt aber: Die generierten Bilder lösen bei Menschen weniger Appetit aus.
05.11.2026, 21:07
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Burger, Döner oder der beliebte Matcha Latte - wer in Restaurants bestellen will, wirft gerne einen Blick auf die Speisekarte. Doch das sorgt bei manchen mittlerweile für Unmut statt Appetit.

Der Grund: Immer mehr Gastronomen gestalten ihre Speisekarten mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Für kleine Betriebe sei professionelles Grafikdesign oft nicht mehr bezahlbar, heißt es zur Verteidigung.

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Doch KI-Essen kommt nicht gut an, wie t3n berichtet. Der Psychologe Alexander Diel von der Universität Duisburg-Essen hat mit einem internationalen Team eine Studie im Fachmagazin Nature veröffentlicht. 87 Personen bewerteten dabei 60 Bildpaare von echten Fotos und KI-generierten Bildern.

Zu perfekt zum Reinbeißen

Das Ergebnis: Die KI-generierten Bilder wurden als weniger realistisch bewertet und lösten weniger Appetit aus. Eine Erklärung: Das Essen sieht "zu perfekt" aus, die Oberflächen wirken zu glatt oder symmetrisch.

"Wir als Menschen möchten evolutionär bedingt neues Essen ausprobieren. Aber neues Essen kann auch schädlich sein oder uns vergiften. Deshalb sind Menschen besonders vorsichtig gegenüber Essen, das anders aussieht", erklärt Forscher Diel.

Peinliche Panne bei Lieferando

Auch die Bestellplattform Lieferando sorgte kürzlich für Spott: KI-generierte Fotos zeigten etwa einen Chickenburger mit Buns aus Reis statt aus Brot. Das Unternehmen entschuldigte sich und setzte das Tool aus.

Fazit: KI-Bilder zeigen nicht das echte Gericht, sondern beliebige Darstellungen aus Trainingsdaten. Das kann Frust bei Kunden auslösen. Authentizität bleibt laut Gastronomieverband "der Kern des gastronomischen Versprechens".

tec, 05.11.2026, 21:07