Im vergangenen Jahr ist das Oktoberfest womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Am sogenannten Italiener-Samstag wurde es vor den Festzelten so voll, dass Tausende Besucher weder vor- noch zurück konnten. Durchsagen, dass das Gelände gesperrt werde, schürten zusätzlich Angst.
Das soll heuer anders werden. Ein KI-gestütztes Kamerasystem soll künftig zu große Menschenansammlungen erkennen und frühzeitig Alarm schlagen.
"Man sieht ganz frühzeitig: Wo braut sich was zusammen", sagte Wiesn-Chef Christian Scharpf dazu, wie n-tv berichtet. "Damit es nicht mehr zu so punktuellen Überfüllungssituationen kommen kann wie im letzten Jahr."
Rund 600 Polizeibeamte und etwa 2000 Sicherheitsleute werden auf dem Festgelände im Einsatz sein. Unterstützt werden sie von der Bayerischen Bereitschaftspolizei und spezialisierten Taschendieb-Fahndern.
Für Notfälle, Bedrohungen oder sexuelle Übergriffe unterstützen viele Zelte die "SafeNow"-App, mit der per Klick das Sicherheitspersonal gerufen werden kann.
Um die Wiesn auch unter der Woche attraktiver zu machen, darf die Musik in den Zelten eine Stunde früher starten. Damit sollen die Besucherströme gleichmäßiger auf die Wochentage verteilt werden.
Das 191. Münchner Oktoberfest startet am 19. September. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause von den Grünen das berühmte "O'zapft is" rufen.