Die Rechnung für künstliche Intelligenz wird für viele Unternehmen zum Problem. Eine aktuelle KPMG-Studie zeigt: 23 Prozent der Führungskräfte haben Schwierigkeiten mit nutzungsabhängigen KI-Kosten, 42 Prozent haben nur einen teilweisen Überblick über ihre Ausgaben.
Besonders herausfordernd: 33 Prozent verstehen die Kostenstrukturen inklusive der sogenannten Token - den Einheiten, in denen KI-Nutzung abgerechnet wird - nicht vollständig. Das macht Vorhersagen und Optimierung schwierig.
Wie die Computerwoche berichtet, kennt Frank Dobelmann, Technikchef beim Dortmunder IT-Dienstleister Adesso, das Problem aus erster Hand. Seit der Umstellung auf sogenannte agentische Softwareentwicklung hat sich der Token-Verbrauch verhundertfacht.
Adesso hat darauf reagiert und einen zentralisierten Hub aufgebaut. Dort sind bereits 450 Milliarden Token von rund 4.800 Mitarbeitern zusammengelaufen. So behält das Unternehmen den Überblick über die Kosten.
"Niemand konnte den weiteren Verlauf präzise vorhersagen, doch allen war klar, dass KI größer werden würde als jede technologische Veränderung der vergangenen Jahre", erklärt Dobelmann.
Die Lösung: Eine eigene "AI Force" aus Experten, die sich ausschließlich mit der KI-Transformation beschäftigt. Denn das Tagesgeschäft lasse laut Dobelmann keinen Raum für derart tiefgreifende Veränderungen.