Die Bewerbungsflut ist da: Weil KI-Tools wie ChatGPT Anschreiben und Lebensläufe in Sekunden erstellen können, bewerben sich immer mehr Menschen auf jede offene Stelle. Das Problem: Viele Personalabteilungen sind überfordert. Die Lösung vieler Großunternehmen? Selbst KI einsetzen, um die Masse zu bewältigen.
Der HR-Softwareanbieter Lucca hat deshalb 25 der größten deutschen Arbeitgeber unter die Lupe genommen und einen KI-Transparenz-Index erstellt. Das Ergebnis: Nur wenige Firmen kommunizieren offen, dass künstliche Intelligenz bei der Bewerberauswahl mitmischt.
Wie t3n berichtet, nutzen 21 der untersuchten Unternehmen Recruiting-Software, die KI-Funktionen unterstützt. Doch nur vier davon - Bayer, SAP, Allianz und Siemens - kommunizieren das auch klar nach außen. Alle anderen verstecken die Information bestenfalls in den Datenschutzhinweisen.
Mit 26 von 30 möglichen Punkten führt die Allianz das Ranking an. Die Deutsche Telekom und SAP teilen sich mit je 20 Punkten Platz zwei. Ganz unten auf der Liste: Aldi Nord mit nur einem Punkt. Siemens Energy landet mit fünf Punkten auf dem vorletzten Platz.
Lucca-Manager Marek Kraus rät Bewerbern, immer einen Blick auf die Datenschutzhinweise zu werfen. Begriffe wie "automatisierte Verarbeitung" oder "Vorauswahl" deuten auf KI-Einsatz hin. Wer das weiß, kann darauf reagieren: Schlagworte und Anforderungen aus der Stellenausschreibung sollten gezielt in Lebenslauf und Anschreiben eingebaut werden, damit KI-Systeme sie besser erkennen.