Spotify kommt mit seinen geplanten KI-Remixen nicht vom Fleck. Der Streamingdienst hatte im Mai 2026 gemeinsam mit Universal, der weltgrößten Plattenfirma, eine Vereinbarung für KI-generierte Remixe vorgestellt. Doch seither ist es still geworden um das Projekt.
Das Problem: Viele bekannte zeitgenössische Musiker wollen nicht mitmachen. Während einige ältere, etablierte Künstler ihre Zustimmung signalisiert haben, halten sich aktuelle Stars zurück. Mit Sony Music und Warner Music verhandelt Spotify noch über Vereinbarungen.
Wie es bei t3n unter Berufung auf die Financial Times heißt, ist vor allem der Widerstand aktiver Musiker für die Verzögerung verantwortlich. Die US-Sängerin Olivia Rodrigo erklärte Anfang Oktober gegenüber dem Hollywood Reporter deutlich: "Ich würde nie KI in meiner Musik nutzen, absolutes Nein."
Nutzer sollen Songs von teilnehmenden Künstlern per KI anpassen lassen können. Denkbar sind etwa Coverversionen oder ein Rock-Song als Dance-Remix. Anders als andere KI-Musikdienste erzeugt Spotify dabei keine komplett neuen Songs ohne Vorlage. Die Musiker können selbst entscheiden, ob sie mitmachen - auch wenn sie bei einer großen Plattenfirma unter Vertrag sind.
Für das neue Angebot will Spotify bis zu 5 US-Dollar pro Monat zusätzlich verlangen. Wer als Künstler mitmacht, soll einen Anteil dieser Zusatzgebühren erhalten, sobald eigene Songs per KI verändert werden. Analysten schätzen, dass sieben bis acht Prozent der zahlenden Spotify-Kunden in den USA das Angebot bis Ende 2028 nutzen könnten.