Wer träumt nicht davon, dass jemand anderes den Haushalt erledigt? Forscher der Stanford University und des California Institute of Technology haben nun einen Roboter vorgestellt, der genau das kann.
Das Team hat Googles KI-Modell GPT Astra in einen Unitree G1 integriert - einen kompakten humanoiden Roboter. Das Projekt trägt den Namen "HomeBody". Das Besondere: Die Maschine braucht keine speziellen Trainingsdaten für ihre Umgebung.
Wie es bei heise online heißt, erkundet der Roboter zunächst eigenständig den Raum und baut sich ein räumliches Gedächtnis auf. Dann räumt er auf Befehl hin die Küche auf - legt den Kaffee auf die Kücheninsel und wirft leere Kartons in den Müll.
Der Prozess läuft in drei Phasen ab: Zuerst erhält der Roboter eine Rollenbeschreibung wie "Du bist ein Küchenroboter". Dann scannt er die Umgebung mit Kamera- und Lidar-Sensoren. In der dritten Phase führt er die gewünschten Aufgaben aus.
Es gibt allerdings noch einen Haken: die Geschwindigkeit. Obwohl das Versuchsvideo stellenweise in 50-facher Geschwindigkeit läuft, geht der Aufräum-Prozess teilweise quälend langsam voran. Für den Alltag wäre das noch nichts.
Trotzdem zeigt der Versuch, dass KI-Modelle mittlerweile auch komplexe physische Aufgaben bewältigen können. Eine aktuelle Fraunhofer-Studie bestätigt: KI-Robotik ist eine Wachstumsbranche - etwa im Gesundheitswesen oder im Facility Management.
Bis der Haushaltsroboter aber wirklich beim Abwasch hilft, wird es wohl noch etwas dauern. Immerhin: Die Richtung stimmt.