Forschung und Entwicklung

KI soll übernehmen, Roche baut Dutzende Stellen ab

Bei Roche kommt es zum Stellenabbau. Fast 30 Prozent der abgebauten Stellen sollen auf die Schweiz entfallen.

Newsdesk Heute
KI soll übernehmen, Roche baut Dutzende Stellen ab
Rund 340 Stellen beim Pharmariesen Roche fallen weg.
REUTERS

Roche hat seinen Mitarbeitenden am Donnerstag angekündigt, rund 340 Stellen abzubauen. Betroffen vom Stellenabbau seien vor allem Menschen, die für die Planung und Durchführung größerer klinischer Studien zuständig seien. Als Grund nennt der Konzern eine Umstrukturierung im Rahmen der Entwicklung neuer Wirkstoffe und Medikamente. Knapp 100 der Stellen fallen in der Schweiz weg, wie der "Bund" schreibt.

Roche kürzt Zusammenarbeit mit Externen

In den vergangenen Jahren setzte Roche vermehrt auf externe Fachkräfte. Auch diese werde der Pharmariese in den nächsten Monaten stark abbauen, schreibt die Zeitung weiter. Dieser zusätzliche Stellenabbau werde noch stärker ausfallen als die intern abgebauten Jobs. Roche sei nun daran, Lösungen mit den Arbeitnehmervertretungen zu finden.

Insgesamt soll die Zahl der Angestellten bei Roche dieses Jahr aber trotz des angekündigten Stellenabbaus stabil bleiben. Der Pharmakonzern beschäftigt etwa 100.000 Mitarbeitende, 15.000 davon in der Schweiz.

Drei große Rückschläge

Laut Bericht erlebte Roche vor zwei Jahren drei große Rückschläge bei der Entwicklung neuer Medikamente: Jeweils in der letzten und teuersten klinischen Studie der Phase 3 hätten sich Therapien als erfolglos herausgestellt – eine gegen Alzheimer sowie zwei gegen Krebs. Nun stelle Roche-Chef Thomas Schinecker die Organisation der Forschung und Entwicklung neu auf, auch mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber den meisten anderen Währungen beeinflusste letztes Jahr das Finanzergebnis von Roche stark. Nachdem das Corona-Geschäft weggebrochen war, sank der Umsatz um rund sieben Prozent. Auch der Konzerngewinn entwickelte sich rückläufig, von rund 14,31 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf 13,14 Milliarden Euro.

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Auf den Punkt gebracht

  • Roche kündigte den Abbau von rund 340 Stellen an, wovon fast 30 Prozent in der Schweiz betroffen sein sollen
  • Der Stellenabbau ist Teil einer Umstrukturierung im Rahmen der Entwicklung neuer Wirkstoffe und Medikamente und betrifft hauptsächlich Mitarbeiter, die für die Planung und Durchführung klinischer Studien verantwortlich sind
  • Der Pharmakonzern setzte in den letzten Jahren vermehrt auf externe Fachkräfte, plant jedoch auch in diesem Bereich einen starken Stellenabbau, während die Gesamtzahl der Mitarbeiter trotz dieser Maßnahmen stabil bleiben soll
red
Akt.