Weltweit gehen Menschen auf die Straße, um gegen Polizeigewalt und Rassismus zu protestieren. Mit dem Slogan "Black Lives Matter" ("Schwarze Leben zählen") machen auch Sportler auf die aktuell geführte Debatte aufmerksam.
Der Fußballer Borja Iglesias von Spanien-Klub Betis Sevilla fand ebenfalls einen Weg, um seine Einstellung zu zeigen - er lackierte sich die Fingernägel schwarz, wie auf Trainingsfotos deutlich zu sehen ist.
Womit er nicht rechnete: Einige "Fans" deuteten die Aktion als Outing. Aus dem Zeichen gegen Rassismus wurde auf Twitter blanke Homophobie.
User schrieben Kommentare wie "Schwuchteln in meinem Team, nein danke". Ein Betis-Anhänger forderte sogar die Auflösung seines Vertrags. Der Verein solle ihn "vor die Tür setzen".
Iglesias erklärte später: "Die schwarzen Fingernägel sind eine Möglichkeit, das Bewusstsein zu schärfen und aus meiner Position heraus gegen Rassismus zu kämpfen, aber man sieht ja, dass es auch gegen Homophobie gut funktioniert. Außerdem muss ich zugeben, dass sie mir gefallen."
Aus Solidarität mit dem durch Shitstorm geplagten Stürmer lackierten sich viele Follower auch ihre Fingernägel - und posteten die Bilder in seine Timeline.