Österreich

Kicker klagt Ex-Klub Ried wegen Rufschädigung

Weil er Unwahrheiten weitergegeben haben soll, klagt Peter Zulj ein Vorstandsmitglied seines Ex-Klubs Ried. Der Kicker fordert nun 19.620 Euro.
Heute Redaktion
13.09.2021, 22:14

Es war gerade einmal ein Satz. Aber dieser sorgte im Innviertel für gehörig Aufregung. Konkret soll Ex-Ried-Spieler Peter Zulj (kickte von 1. Juli 2016 - 1. Juli 2017 im Innviertel) zum Schiedsrichter "Pfeif ab, weil dann bin ich kostenlos frei" gesagt haben.

Das ganze soll in der 88. Minute im letzten Spiel der abgelaufenen Saison gegen Mattersburg gewesen sein. Laut Anklage, hat Vorstandsmitglied Roland Daxl behauptet, dass der jetzige Sturm-Kicker diesen Satz gesagt hat. Diese Aussage wurde im September 2017 sogar in einer Tageszeitung zitiert.

Brisantes Detail: Ried hätte damals mit einem Sieg den Abstieg noch verhindern können.

Kicker fühlt sich in seiner Ehre verletzt



Zulj weist diese Anschuldigungen vehement zurück, klagt nun den Erstligisten auf Rufschädigung. Der 24-Jährige sieht sich dadurch in seiner Ehre verletzt und in seinem wirtschaftlichen Fortkommen gefährdet. Die Klage ist mit 19.620 Euro bewertet.

Am Dienstag begann der Zivilprozess am Rieder Landesgericht. Daxl bestreitet die Vorwürfe. Er räumt lediglich ein, einem Journalisten aus Oberösterreich mitgeteilt zu haben, dass der Spieler zum Schiedsrichter "Pfeif ab, es reicht bereits" gesagt haben soll.

Am ersten Tag wurde lediglich der weitere Fahrplan der Verhandlung besprochen. Am 1. März 2018 wird erneut verhandelt. Der Prozess dürfte aber in die Verlängerung gehen.

(mip)

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen
Weitere Storys