So hat sich Emerson Carioca (25) vom brasilianischen Klub Sampaio Correa das sicherlich nicht vorgestellt. Wollte er doch nur jubeln. Seinen Siegtreffer in der Nachspielzeit gegen Marica FC (2:1) feiern, der den Aufstieg des Klubs sicherte.
Vielleicht hätte er es sich aber auch denken können, schlug der 25-Jährige doch ein wenig über die Stränge. So ließ Carioca als Sieger-Geste die Hosen runter – und trug keine Unterwäsche drunter. Sein Geschlechtsteil soll er gemäß brasilianischen Medien gar in Richtung des Gegners geschwungen haben.
Die Folge: Er löste bei den Fans eine Massenschlägerei aus. Nach der Partie gab sich der Fußballer zwar kleinlaut, sagte: "Ich bereue zutiefst, was passiert ist."
Er sei von der gegnerischen Bank provoziert und beleidigt worden. Er sei etwa als Alkoholiker und dicker Affe beschimpft worden.
Doch die Entschuldigung von ihm, die nützte nichts. Der brasilianische Fußballverband gab diese Woche Cariocas Strafe bekannt. Und sie ist hart. Acht Spielsperren kassiert der Kicker.
Zwei für unsportliches Verhalten, sechs, weil er mit seinem Striptease eine Schlägerei ausgelöst hatte. Sampaio Correa wird Cariocas Strafe derweil wohl egal sein, wechselte er nach dem Vorfall doch den Klub und läuft jetzt für Portuguesa auf. Sein neuer Klub will dagegen die Sperre anfechten.