Ausgerechnet am Tag, an dem die Regierung Corona-Lockerungen verkündet, ist Herbert Kickl zu Besuch in der "Heute"- Redaktion. Das sagt er über:
"Die ÖVP hat offenbar Angst vor dem Korruptions-U-Ausschuss und braucht ein Ablenkungsmanöver."
"Es ist sachlich und deshalb distanziert. Ich habe ein Gespräch mit ihm gehabt, als er Bundeskanzler geworden ist. Ich glaube, es ist notwendig, eine Gesprächsebene zu halten."
"Ich finde es lustig, dass er mir das entzogen hat. Wir waren eigentlich schon lange nicht mehr per du. Aber er war damals ein bisserl durch den Wind."
"Sie hat versucht, sich den Koalitionspartner herzurichten, also ein bisserl zu dressieren. Deshalb war ich gegen bestimmte Kräfte in der ÖVP auch während Türkis-Blau in Opposition."
"Es ist die Frage, wie lange eine Notwendigkeit besteht, bei den überbordenden Anmaßungen einer Regierung dagegenzuhalten. Ich sehe diese Notwendigkeit weiter gegeben."
"Was hält diese Partie eigentlich davon ab, diese Impfpflicht vollständig zu kübeln? Solange das nicht passiert ist, wird es auch den Protest auf der Straße weiterhin brauchen."
"Das reicht nicht. Das bedeutet ja nur, einem irrlichternden Gesundheitsminister weiter die Möglichkeit zu geben, jeden Tag per Knopfdruck das Ding auf dem Verordnungsweg sofort in Gang zu setzen."
"Wir Politiker sind ja Repräsentanten der Bevölkerung und als solche kann man auch so reden, wie's die Leute tun. Mich stören diese politischen Sprechpuppen viel mehr. Da ist meistens kein Stück Fleisch am Knochen."
"Da kann man, glaube ich, kein einziges Beispiel nennen, wo irgendeine Ursächlichkeit zu irgendwelchen Aussagen von mir herzustellen ist."
"Klare Linie der FPÖ: Es gibt Dinge, die macht man nicht. Es besteht keine Notwendigkeit, dort zu demonstrieren."
Demos in der City "Wenn man die Innenstadt absperren kann für den Staatsbesuch von Leuten, die vielleicht gar nicht mehr mit beiden Beinen am Boden von Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechten stehen, wird's wohl zulässig sein, dass Tausende Menschen für Demokratie und Grundrechte demonstrieren."
"Die wären jedenfalls kein Gespenst, sondern eine Befreiung. Aber ich fürchte, dass die beiden Parteien ihre Gründe haben, diese Hassliebe auf offener Bühne weiterhin zu zelebrieren."
"Nach oben offen, je nachdem, wie viele Parteien antreten. Aber ich bin nicht FPÖ-Chef geworden, um klein zu denken."
"Ich glaube, dass zum jetzt alles beherrschenden Thema noch andere dazukommen werden. Man darf auch die Wucht eines Wahlkampfs nicht unterschätzen. Da macht mir diese MFG keine Sorgen."
"Ich gehöre nicht zu den Parteichefs, die sagen, das geht aus Prinzip nicht."
"Der wird eine Götterdämmerung für die ÖVP. Jetzt hat man die Möglichkeit, ganz systematisch in die Struktur des 'Tiefen Staates' hineinzuschauen."
"Dass er immer noch am Vorsitz festhält, zeigt, wie moralisch verkommen diese Spitzenrepräsentanten sind."
"Wir werden Van der Bellen mit Sicherheit nicht durchmarschieren lassen und einen Gegenkandidaten aufstellen."
"Wir haben auch letztes Mal alle damit überrascht, dass wir unseren Kandidaten erst ganz am Schluss präsentiert und somit etwas Unkonventionelles getan haben."