Wirtschaft

Kika/Leiner-Kündigungen: Kritik zurückgewiesen

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:20

Ein halbes Jahr nach der Übernahme der Möbelkette durch ein südafrikanisches Unternehmen hat das Management sowie der Zentralbetriebsrat in einem Brief an alle Kika/Leiner-Beschäftigten der Möbelkette zu den seit zehn Tagen kursierenden Gerüchten Stellung genommen. In dem Schreiben, werden Filialschließungen sowie ein massiver Jobabbau "vehement zurückgewiesen".

sowie ein massiver Jobabbau "vehement zurückgewiesen".

"Natürlich hat es, wie im Geschäftsverlauf und branchenüblich, an einigen Standorten Veränderungen im Personalstand gegeben, aber bei weitem nicht in dem kolportierten Ausmaß", heißt es. Man sei im "besten Einvernehmen" mit dem Betriebsrat und stehe auch weiterhin zu einem "respektvollen, fairen Umgang mit unseren Mitarbeitern".

In welchem Ausmaß ein bisheriger Personalabbau stattfand, geht aus dem Schreiben nicht hervor. In der Branche wurde zuletzt von einem Jobabbau von bis zu 10 Prozent der Beschäftigten, also von rund 750 Personen, ausgegangen. Bei der Gewerkschaft hatten sich Anfragen und Reaktionen gehäuft, wonach das Unternehmen insbesondere ältere Beschäftigte "hinausdrängen" wolle.

"Kommentieren Medienberichte nicht"

Die vormals von der Familie Koch geführten Möbelketten Kika und Leiner gehören seit vergangenem Jahr dem börsenotierten Mischkonzern Steinhoff. Das Unternehmen hat sich bis dato nicht zu den aktuellen Ereignissen geäußert. "Zu unserer Unternehmensphilosophie gehört, dass wir Medienberichte nicht kommentieren", hat es stets geheißen.

In dem Schreiben ist nun davon die Rede, die Verkaufsflächen in Österreich ausbauen zu wollen - allerdings nicht davon, ob bei Leiner oder Kika. Leiner steht deutlich besser da als Kika. Die bisher kolportierte Schließung von zwei bis drei Filialen bezog sich auf Kika.

 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen
Jetzt E-Paper lesen