Angst vor Ausbreitung

Killer-Hornisse bei uns: So gefährlich ist sie wirklich

Die gefährliche Asiatische Hornisse wurde erstmals in Österreich gesichtet. Mit einem speziellen Monitoring soll ihre Ausbreitung gestoppt werden.

Newsdesk Heute
Killer-Hornisse bei uns: So gefährlich ist sie wirklich
Die asiatische "Killer-Hornisse" fängt heimische Bienen im Flug und ist eine Gefahr für die Biodiversität.
AGES

Am Dienstag wurde die Killer-Hornisse (Verspa velutina) erstmals in Salzburg nachgewiesen – "Heute" berichtete. Ein Passant fand das Tier am Gelände des Spitals, ein Bekannter riet ihm, das Exemplar zu melden. Volltreffer! Es handelte sich um die neue, invasive Art.

Große Schäden verursacht

2004 wurde die in Zentral- und Ostasien beheimatete Hornissenart Vespa velutina versehentlich nach Frankreich eingeschleppt und hat sich seitdem in weiten Teilen Europas ausgebreitet. Im Vorjahr wurde sie das erste Mal in Tschechien und an der Grenze in Ungarn bestätigt. Dort hat sie in vielen Regionen große Schäden an Bienenvölkern verursacht, warnte der Imkereidachverband Biene Österreich am Freitag per Aussendung. Aber auch im Obst- und Weinbau werde ihr Auftreten immer problematischer.

Invasive, gebietsfremde Arten sind eine der größten Bedrohungen für die Biodiversität und die damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen. Die von solchen Arten ausgehenden Risiken können sich durch den zunehmenden weltweiten Handel, Verkehr, Tourismus und Klimawandel noch erhöhen, hieß es weiter.

"Die Bekämpfung der Velutina ist daher von großer Bedeutung, um den Schaden für Umwelt, Imkereibranche und andere landwirtschaftliche Produktionszweige wie Gemüse- und Obstbau zu minimieren", betonte auch Landwirtschaftskammer Österreich-Präsident Josef Moosbrugger in einer weiteren Aussendung.

Neues Monitoring gestartet

Laut Verordnung (EU) 1143/2014 zum Umgang mit gebietsfremden Arten, ist auch Vespa velutina zu bekämpfen. Zuständig auf Bundesebene ist das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Auf Länderebene die zuständigen Abteilungen der Ämter der Landesregierungen.

Wieso ist die Vespa velutina eine Gefahr?
Innerhalb eines Jahres können ihre Nester eine Größe von bis zu 10.000 Individuen erreichen. Ein einzelnes Volk bringt etwa 300 begattete Jungköniginnen hervor, die im folgenden Jahr eigenständige Nester bauen. Die Vespa velutina" stellt somit eine ernsthafte Bedrohung für heimische Bienenpopulationen dar", so das Land OÖ.

Nachdem die Hornisse vergangenes Jahr erstmals nahe der Grenze zu Österreich gesichtet wurde, habe sich Biene Österreich laut eigenen Angaben intensiv mit der Thematik beschäftigt und ein Bekämpfungskonzept vorgelegt. Der Verband betonte dabei den intensiven Kontakt mit französischen Imkerkollegen sowie den Gedankenaustausch mit Experten der AGES, des Umweltbundesamtes und der Bundesländer. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Pflanzenschutzwarndienst der LK Österreich habe sich bewährt.

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    Diese Hornisse wurde am Dienstag in Salzburg am Gelände der Klinik gefunden. Sie wurde bei der AGES vermessen und fotografiert.
    Diese Hornisse wurde am Dienstag in Salzburg am Gelände der Klinik gefunden. Sie wurde bei der AGES vermessen und fotografiert.
    AGES

    So werden Sichtungen gemeldet

    Hauptaufgabe der Imkereibranche werde das Monitoring sein, also die Meldung von Sichtungen von Einzeltieren als auch von Nestern. Auch andere Personen können sich auf der Plattform registrieren und dort Sichtungen melden. Dort können Smartphone-Bilder hochgeladen und Fundort angegeben werden. Handelt es sich tatsächlich um Vespa velutina, wird eine Meldung an die zuständige Landesbehörde verschickt.

    Die Bilder des Tages

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      Letzte Generation Österreich / zVg

      Auf den Punkt gebracht

      • Die asiatische Killer-Hornisse, die erstmals in Österreich gesichtet wurde, hat sich in anderen Teilen Europas bereits stark verbreitet und verursacht erhebliche Schäden in der Imkerei, dem Obst- und Weinbau
      • Die Bekämpfung dieser invasiven Art ist von großer Bedeutung, um den Schaden für die Umwelt und die landwirtschaftlichen Produktionszweige zu minimieren, und ein spezielles Monitoring soll ihre Ausbreitung stoppen
      • In Österreich arbeitet Biene Österreich intensiv an der Bekämpfung der Hornisse und kooperiert dabei mit französischen Imkern, Experten und Behörden
      red
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